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1300 Jobs gehen verloren Opel schließt sein Werk in Antwerpen


Hiobsbotschaft für 1300 Opel-Mitarbeiter: Der angeschlagene Autobauer macht sein Werk im belgischen Antwerpen dicht. Nach Angaben des Unternehmens hat sich kein Investor mit einem tragbaren Geschäftskonzept gefunden.

Nach monatelangem Ringen wird das Opel-Werk im belgischen Antwerpen geschlossen. Für etwa 1300 Mitarbeiter stirbt damit jede Hoffnung auf eine Weiterbeschäftigung.

Die Suche nach einem Investor sei ohne Erfolg geblieben, teilte der Rüsselsheimer Autobauer am Montag mit. Die General-Motors-Tochter hatte sich bis Ende September eine Frist gesetzt, um einen Abnehmer für die Fabrik mit ihren ursprünglich rund 2600 Mitarbeitern zu finden. Gut die Hälfte der Mitarbeiter ist nach einem Sozialplan bereits ausgeschieden. Der Rest soll das Unternehmen mit Abfindungen bis Jahresende verlassen.

Interessenten erfüllen GM-Bedingungen nicht

Opel-Chef Nick Reilly hatte vergangenen Woche auf dem Pariser Automobilsalon erklärt, den Verhandlungsstand mit einem Interessenten am Wochenende bewerten zu wollen. Der Gewerkschaft ACV-CSC zufolge hat keine der potenziellen Kandidaten die Voraussetzungen von GM erfüllt. Die hoch verschuldete Opel-Mutter hatte im Januar angekündigt, das Werk in Antwerpen aufgeben zu wollen, um Kosten zu sparen. Die Arbeitnehmer hatten daraufhin mit massiven Protesten durchgesetzt, dass zunächst nach einem Investor gesucht wird.

Der Rüsselsheimer Autobauer, der im vergangenen Jahr viele Monate Spielball von Verkaufsabsichten der Mutter GM war, streicht europaweit 8000 der 48.000 Arbeitsplätze. In der vergangenen Woche hatte Reilly in Paris erklärt, er habe den geplanten Stellenabbau etwa zur Hälfte bewältigt.

dho/DPA/Reuters/AP AP DPA Reuters

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