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Absatzrückgang im Inland: Deutsche trinken immer weniger Bier

Im Ausland wird gerne deutsches Bier getrunken, das belegen Zahlen. Die Deutschen selbst verlieren die Lust auf den Gerstensaft zunehmends. Zwischen Kiel und Bodensee sank der Bierabsatz im vergangenen Jahr - zum vierten Mal in Folge.

Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Der Absatz sank im vergangenen Jahr mit 98,3 Millionen Hektoliter erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung deutlich unter die 100-Millionen-Hektoliter-Marke, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist ein Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während dabei der Verkauf ins Ausland sogar zulegt habe, hätten vor allem die Verbraucher im Inland vom Bier abgelassen. Der innerdeutsche Absatz sank demnach um 2,9 Prozent. Auch ein sprunghafter Anstieg des Bierverkaufs zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni konnte den Zahlen zufolge diesen Negativ-Trend nicht umkehren.

Rund vier Prozent des Bierabsatzes machten laut der Zahlen im vergangenen Jahr Biermischgetränke - etwa mit Cola, Limonade oder Fruchtsäften - aus. Von diesen Getränken gingen 2,7 Prozent weniger über die Ladentheke. In den Zahlen der Statistiker nicht enthalten sind den Angaben zufolge alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Der Bierkonsum in Deutschland sinkt seit Jahren. Einen Ausschlag nach oben gab es 2006, als ein warmer Sommer und die Fußball-WM in Deutschland zusammenkamen. Der Brauerbund nennt als Hauptursache für den zurückgehenden Bierkonsum die demografische Entwicklung: Weniger Menschen trinken weniger Bier.

zen/AFP / AFP