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Automobilclub: ADAC-Reform kommt nur schleppend voran

Die Reform des Automobilclubs ADAC schleppt sich dahin. Die Veränderungen, die angestoßen werden müssen, sind umfangreicher und komplizierter als gedacht.

Die grundlegende Reform des ADAC verzögert sich

Die grundlegende Reform des ADAC verzögert sich

Die nach einer Skandalserie vom Automobilclub ADAC auf den Weg gebrachte grundlegende Reform verzögert sich. Frühestens 2016 werde es zu der geplanten Trennung des Vereins ADAC vom Wirtschaftsunternehmen ADAC kommen, sagte Vereinspräsident August Markl der "Süddeutschen Zeitung". Es gebe noch zu viele Details zu klären, sagte Markl zur Begründung.

Nach den im Herbst beschlossenen Eckpunkten der ADAC-Reform soll eine noch zu gründende Aktiengesellschaft die Wirtschaftsaktivitäten des zum Milliarden-Konzern gewachsenen Clubs führen. Wie Markl sagte, ist nach wie vor unklar, "welche Bereiche und Aktivitäten dem Verein und welche der AG zugeordnet sind".

Dem Bericht zufolge gibt es auch Probleme bei der Gründung der Stiftung, die laut dem Reformkonzept die AG kontrollieren und die Erträge der Wirtschaftsaktivitäten erhalten soll. Markl sagte, der Stiftungszweck müsse sehr genau definiert werden, da das bayerische Stiftungsrecht im Nachhinein keine Änderungen mehr erlaube.

Markl bestritt in der "SZ", dass die Verzögerungen am Widerstand der ADAC-Regionalclubs oder an anderen Vorstandsmitgliedern liegen. Er könne "keinen Widerstand gegen unsere gemeinsame Reform erkennen, ganz im Gegenteil". Der ADAC trifft sich am Samstag zur Hauptversammlung, dort wird es auch um die Fortschritte bei der Reform gehen.

yps/AFP / AFP
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