Mehr als 400 Verkehrszeichen sollen dem ADAC zufolge in Deutschland für Ordnung sorgen. Neue Regelungen etwa für E-Autos oder Radverkehr führen dazu, dass immer wieder neue Schilder und Markierungen zur Straßenverkehrsordnung (StVO) hinzukommen. Auch die Haifischzähne gibt es noch nicht lange: Vor rund sechs Jahren wurden sie unter dem Zeichen 342 in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen.
Was bedeutet das Verkehrszeichen?
Bei den Haifischzähnen handelt es sich um weiße Dreiecke, die auf den Asphalt gemalt sind. Ihre Spitzen zeigen in Richtung des Autofahrers und sehen so aus wie eine Zahnreihe. Sogar das Justizministerium benennt das Verkehrszeichen deshalb offiziell nach dem Meerestier.
Die Form der Dreiecke erinnert ein wenig an ein "Vorfahrt gewähren"-Schild – und hat auch genau diese Funktion. Die Haifischzähne stehen nicht für eine eigene Regel, sondern weisen auf geltende Vorfahrtsregeln hin. Sie markieren Kreuzungen mit Rechts-vor-links-Regelung zusätzlich oder verdeutlichen, dass ein Radschnellweg in die Straße einmündet. In beiden Fällen hat der andere Verkehrsteilnehmer Vorfahrt.
Meistens sind die Haifischzähne an schlecht einsehbaren Stellen zu finden. Sie sollen also ankommende Autos, Lkw und Fahrräder darauf aufmerksam machen, dass sie hier warten und von rechts kommenden Fahrzeugen oder Fahrrädern auf dem Radschnellweg die Vorfahrt gewähren müssen. Sie sind also ein zusätzlicher Hinweis für Autofahrer und bedeuten: warten.
Missachten Verkehrsteilnehmer Vorfahrtsregeln, kann es teuer werden. Wer beispielsweise eine Rechts-vor-links-Kreuzung übersieht und dadurch eine andere Person behindert, zahlt laut Bußgeldkatalog 2026 fast 55 Euro. Bei einer Gefährdung ist es bereits mehr als das Doppelte. Wenn ein Sachschaden entsteht, muss der Verursacher mit rund 150 Euro Strafe rechnen.