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Triebwerksprobleme: Airbus muss Auslieferung der A320neo-Jets stoppen

Der A320neo wird für Airbus zum Sorgenkind: Triebwerksprobleme machen eine reibungslose Auslieferung unmöglich. Für einen anderen Flugzeugtyp konnte das Unternehmen dagegen einen lukrativen Auftrag an Land ziehen.

Airbus A320neo

Die Triebwerke des Airbus A320neo werden von der Firma Pratt & Whitney zugeliefert

DPA

Seitdem Flugzeugbauer Airbus den A320neo zum ersten Mal ausgeliefert hat, treten immer wieder Triebwerksprobleme auf. Nun gibt es neuen Ärger: Wie das Luftfahrtmagazin "Aero Telegraph" berichtet, hätten sich einige Triebwerke während des Fluges abgeschaltet. Am Freitag gab die europäische Luftfahrtagentur Easa demnach eine "dringende Lufttüchtigkeitsanweisung" heraus. Fluggesellschaften dürfen betroffene Jets vorerst nicht starten lassen.

Das Problem besteht nach Angaben des Magazins bei 43 ausgelieferten Triebwerken. Auch Maschinen der indischen Airline Indigo seien betroffen. Das Unternehmen habe erklärt, dass sich Airbus und der Triebwerk-Hersteller Pratt & Whitney dazu entschieden hätten, die geplanten Auslieferungen des A320neo zunächst zu stoppen. Statt eines formellen Lieferstopps wolle Airbus einzeln mit den Kunden über die Zeitpläne der Auslieferung reden.

A380-Megadeal mit Emirates

Während der eine Flugzeugtyp Sorgen bereitet, kann sich Airbus über einen Megadeal für einen anderen Jet freuen: Die arabische Fluggesellschaft Emirates habe in Abu Dhabi die feste Bestellung von 20 Exemplaren des weltgrößten Passagierjets A380 unterzeichnet, teilte der Flugzeugbauer mit. Der Auftrag war bereits vor drei Wochen angekündigt worden. 

Die Vorvereinbarung vom 18. Januar sieht zudem Kaufoptionen auf weitere 16 Exemplare des Riesenfliegers vor. Sollten diese ebenfalls geordert werden, beliefe sich das Auftragsvolumen laut Preisliste auf rund 16 Milliarden US-Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen - vor allem bei wenig gefragten Modellen - hohe Preisnachlässe üblich.

Ohne den Auftrag hätte Airbus die Produktion des doppelstöckigen Flugzeugs früher oder später einstellen müssen. Nun wird der A380 mindestens noch zehn Jahre gebaut, wie die Franzosen weiter mitteilten.

fri mit DPA