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Virgin Atlantic Airline schafft geschlechtsspezifische Uniformen für Flugbegleiter ab – auch Männer können jetzt Röcke tragen

Uniformen von Virgin Atlantic
Mitarbeiter:innen von Virgin Atlantic in den Uniformen der Fluggesellschaft
© Virgin Atlantic
Die Fluggesellschaft Virgin Atlantic stellt ihren Mitarbeiter:innen frei, welche Uniformen sie tragen wollen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität. Die Airline gilt als Vorreiter auf diesem Gebiet.

Die Flugbegleiterinnen in Röcken und High Heels, die Flugbegleiter mit Krawatten und schicker Hose – dieses Bild ist man als Passagier gewohnt. Bei der Airline Virgin Atlantic könnte sich das zukünftig allerdings ändern. Die Fluggesellschaft hat mitgeteilt, dass sie ihre Regelungen bezüglich der Uniformen geändert hat. Dadurch sollen die Crewmitglieder, die Pilot:innen und das Personal am Boden "die Möglichkeit bekommen, zu wählen, welche unserer Uniformen sie am besten repräsentiert", heißt es in einem Tweet dazu.

Unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht oder ihrer sexuellen Identität können die Mitarbeiter:innen entscheiden, welche der Uniformen, die von der englischen Modedesignerin Vivienne Westwood entworfen wurden, sie tragen wollen. Zur Auswahl stehen Outfits in Rot oder Burgund. Theoretisch ist es damit auch möglich, dass männliche Flugbegleiter in Röcken arbeiten – ein Novum unter den großen Fluggesellschaften.

Virgin Atlantic: Personal und Gäste dürfen ihre Pronomen selbst bestimmen

Virgin Atlantic hat es sich seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben, Inklusion und Individualität fördern zu wollen. Dazu gehört auch, dass die Airline des Milliardärs Richard Branson zukünftig dem Personal wie auch den Fluggästen Namensschilder anbieten will, auf denen sie die Pronomen angeben können, mit denen sie angesprochen werden wollen. Auch beim Online-Ticketkauf soll es künftig möglich sein, den Prozess genderneutral zu durchlaufen.

Video: Rollstuhlfahrerin muss sich im Flugzeug zur Toilette schleppen.

"Es ist so wichtig, dass wir unseren Mitarbeitern ermöglichen, ihre Individualität anzunehmen und bei der Arbeit ihr wahres Selbst zu zeigen", erklärte die Virgin-Atlantic-Managerin Juha Järvinen. "Aus diesem Grund möchten wir es unseren Mitarbeitern ermöglichen, die Uniform zu tragen, die am besten zu ihnen passt und sicherzustellen, dass unsere Kunden mit ihren bevorzugten Pronomen angesprochen werden."

Anlässlich des Internationalen Tags der Flugbegleiter am 31. Mai hatte die Airline bereits bekanntgegeben, dass es Flugbegleiter:innen erlaubt sei, ihre Tätowierungen auch gegenüber Fluggästen offen zu zeigen. Weiterhin verboten bleiben aber unter anderem Tätowierungen in Gesicht und Nacken. Bereits vor drei Jahren hatte Virgin Atlantic die Make-Up-Pflicht für Flugbegleiterinnen aufgehoben.

Quellen: Virgin Atlantic auf Twitter / Virgin Atlantic

epp

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