Bankensektor Neue Löcher bei der IKB


Neue Hiobsbotschaften für die IKB: Die Verluste der Bank aus der Kreditkrise fallen noch höher aus als erwartet. So kommt das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mit fast einer Milliarde in die roten Zahlen. Aushelfen soll nun erneut die KFW mit einem Darlehen.

Die schwer angeschlagene Mittelstandsbank IKB ist tiefer in die Immobilienkrise gerutscht und muss dadurch einen höheren Betrag als erwartet abschreiben. Das teilte das Institut in einer Pflichtmeldung für die Börse mit. Infolge zusätzlicher Verluste durch die Neubewertung erwarte das Unternehmen einen Verlust nach Steuern im Geschäftsjahr 2007/08 von 800 Millionen Euro.

Zum Ausgleich habe der Großaktionär KFW der IKB eine Kapitalverstärkung gewährt. Diese würde die 450 Millionen Euro zusätzlichen Verluste durch ein Darlehen ausgleichen.

Indes droht sich der Verkauf der Mittelstandsbank zu verzögern, verlautete aus Finanzkreisen. Die Gebote seien aus Sicht der IKB nicht befriedigend gewesen. Weitere Anläufe zum Verkauf der Wertpapiere sollten in den kommenden Wochen folgen, hieß es. Allerdings ist der Kurs der Aktie zuletzt weiter unter Druck geraten, so dass der Verkaufspreis in der Zukunft nicht höher ausfallen dürfte.

Die IKB-Großaktionärin KFW will ihren 43-prozentigen Anteil an der Mittelstandsbank verkaufen und lässt Interessenten in die Bücher schauen. Dabei soll das Kerngeschäft losgelöst von dem riskanten Wertpapierportfolio verkauft werden. Trotz der Verzögerung des Verkaufs betonte ein KFW-Sprecher, dass der Verkaufsprozess planmäßig weiterlaufe. Die IKB lehnte eine Stellungnahme ab. Die IKB-Aktie lag vier Prozent im Minus.

DPA/AP/Reuters AP DPA Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker