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Internet-Betrugsmasche: Nach Klick auf Werbeanzeige: Kunden bekommen Ware, die sie nie bestellt haben

Ein Klick auf eine Werbeanzeige genügte und schon landete eine Warensendung samt saftiger Rechnung im Briefkasten. Mit einer windigen Masche versucht ein Onlineshop offenbar, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Getty Images

Dass man ständig Werbeanzeigen von Produkten sieht, die man bereits bestellt hat, ist für Internetnutzer Alltag. Dass man sich eine Werbeanzeige ansieht und dadurch eine Bestellung auslöst, ist dagegen ungewöhnlich. Doch genau das passierte Lisa B. bei einem Anbieter von Beautyprodukten. Für 125 Euro soll sie Gesichtsmasken gegen Hautunreinheiten bestellt haben, an eine Bestellung kann sie sich aber nicht erinnern. Lediglich der Absender "Digital Sourcing" kommt ihr vom Onlinesurfen bekannt vor. "Ich habe mir die Werbeanzeige angesehen und auch die zugehörigen Produkte", berichtet sie dem NDR-Verbrauchermagazin "Markt". Dann habe sie die Werbeseite wieder verlassen, "ohne irgendeinen offensichtlichen Kauf abzuschließen".

Trotzdem landet das Paket mit den Gesichtsmasken kurz darauf im Briefkasten. Dazu die Rechnung über 125 Euro und eine Aufforderung, innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen. Ein Rücksendeschein und ein Widerrufsformular fehlen, dafür wird direkt mit einem Inkassobüro gedroht, sollte nicht gezahlt werden.

Weitere unfreiwillige Kunden

So wie Lisa geht es auch anderen Kunden. Jacqueline M., die ebenfalls mit dem NDR gesprochen hat, sollte für Beautyprodukte des gleichen Anbieters 90 Euro zahlen. Das Portal Verbraucherschutz.de berichtet dem NDR von rund zwei Dutzend Verbrauchern, die sich bei ihnen gemeldet haben. Alle haben von der gleichen Firma Produkte erhalten, die sie nicht bestellt haben.

Eine Anfrage des stern an "Digital Sourcing" zu den unerwünschten Bestellungen blieb bislang unbeantwortet. Dem NDR erklärte das Unternehmen mit Sitz in Dänemark, man versende nur Produkte an Verbraucher, wenn diese aktiv bestellt worden seien.

1600 Beschwerdefälle in Australien

Weitere Erfahrungsberichte unfreiwilliger Kunden aus mehreren Ländern legen anderes nahe. Auf der österreichischen Verbraucherschutzseite Watchlist-internet.at heißt es, der Bestellprozess über die Homepage von Digital Sourcing laufe zwar ganz normal. Verbraucher berichteten aber über dubiose Produktwerbung auf Facebook. Wer die Anzeige anklicke, um weiterführende Informationen zu bekommen, werde gebeten seine Email-Adresse und Anschrift zu nennen. Dies löse bereits die Warenlieferung aus, ohne dass es zu einer ordnungsgemäßen Bestellung gekommen sei.

Und die Masche ist offenbar nicht auf Kunden in Europa begrenzt. Auch die australische Verbraucherschutzorganisation ACCC warnte Ende letzten Jahres vor betrügerischen Anzeigen des Unternehmens auf Facebook und Instagram. Sie zählte innerhalb eines Jahres 1600 Beschwerden über Digital Sourcing und desen Vorgängerunternehmen Luxstyle.

Bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind Beschwerden über das Unternehmen und die Masche bislang nicht aufgelaufen. Für Opfer haben die Verbraucherschützer aber einen klaren Rat: Wer mit solch betrügerischen Zahlungsaufforderungen konfrontiert sei, solle sich direkt an die Polizei wenden.

bak
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.