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Giftige Dämpfe und Verbrennungen: Stiftung Warentest warnt vor Bleigießen

Bleigießen - das macht gerade Kindern an Silvester großen Spaß. Doch die Stiftung Warentest warnt davor. Denn das giftige Schwermetall ist mit Vorsicht zu genießen.

Bleigießen: Stiftung Warentest warnt

Die Stiftung Warentest warnt vor Bleigießen zu Silvester

Zugegeben, wirklich aussagekräftig ist Bleigießen nicht. Das geschmolzene Metall, das im Wasser aushärtet, hat meistens eine eher längliche, schmale Form mit einem Tropfen an einem Ende. Mit viel Fantasie wird das silberne Etwas dann als Dolch oder Schwert verstanden, es droht also Gewalt. Eigentlich gar nicht so schön. Dennoch: Bleigeßen ist ein beliebter Brauch zum Jahreswechsel. Gerade Kindern macht das Schmelzen der Formen in den kleinen Pfännchen über einer Kerze Spaß. Wann darf man sonst schon mal mit Feuer spielen. Doch die Stiftung Warentest bremst nun die Euphorie. Denn der unbedarfte Umgang mit denn Schwermetall ist nicht ohne Gefahren.

Bleigießen - es entstehen giftige Dämpfe

Denn Blei sei schon in niedriger Dosis giftig, so die Warentest. Beim Bleigießen würden giftige Dämpfe aufsteigen. In den kleinen Figuren, die eingeschmolzen werden, hatten die Experten 2012 bei einem Test einen Bleigehalt von rund 71 Prozent festgestellt. Weitere Bestandteile waren neben Kupfer, Antimon, Zinn - aber auch Arsen. 

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Die Bundesagentur für Arbeit hat angekündigt, Bargeld aus allen Jobcentern und Arbeitsagenturen zu verbannen. Leistungsempfänger sollen ihr Geld nun an den Kassen von Supermärkten und Drogerien bekommen. So praktikabel der Plan auch ist: Kritiker bemängeln, dass dadurch die Bezieher bloßgestellt werden könnten.

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Aber nicht nur vor den Dämpfen warnen die Tester. "Beim Anfassen der Bleifiguren geht das Schwer­metall auf die Hände über und kann so zum Beispiel über Nahrungs­mittel in den Körper gelangen", heißt es bei der Stiftung Warentest. "Kinder nehmen die Bleifiguren, die wie Spielzeug aussehen, auch gern in den Mund, wobei ebenfalls größere Mengen Blei in den Körper gelangen können." Außerdem bestehe durch Metallspritzer Verbrennungsgefahr.

Kinder sind besonders gefährdet

Blei ist giftig und kann schon in niedriger Dosierung die Gesundheit schädigen. "Studien zeigen, dass bereits geringe Mengen bei Kindern die Intelligenz-, Aufmerk­samkeits- und Reaktions­leistungen beein­trächtigen sowie Verhaltens­störungen verursachen können", warnen die Tester. Das Bundes­institut für Risiko­bewertung empfiehlt, dass die Bleiaufnahme von Kindern so gut wie möglich zu reduzieren sei. Das gilt übrigens schon für ungeborene Kinder - also sollten auch Schwangere vorsichtig beim Bleigießen sein.

Wer auf die Tradition nicht verzichten will, sollte ausreichend lüften, den Löffel nicht zu lange über die Flamme halten, um Metallspitzer zu vermeiden und sich im Anschluss die Hände waschen. Die Bleifiguren und der Schmelzlöffel müssen im Sondermüll entsorgt werden. Blei hat im Hausmüll nichts verloren, da das Metall sonst in die Umwelt gelangen kann.

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kg