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Chefwechsel: Nicht-Japaner wird Sony-Chef

Das gab es noch nie: einen Europäer im Chefsessel bei Sony. Nach zehn Jahren hat Nobuyuki Idei seinen Chef-Posten geräumt, an seine Stelle tritt der Brite Sir Howard Stringer.

Wechsel an der Spitze des japanischen Elektronikkonzerns Sony: Nach zehn Jahren im Amt hat der Vorstandsvorsitzende Nobuyuki Idei am Montag seinen Posten geräumt. Sein Nachfolger wird der bisherige Vizechef und Leiter der US-Sparte, Howard Stringer, wie der Konzern in Tokio bekannt gab. Idei sagte, es sei an der Zeit gewesen, die Führung an ein neues Team abzugeben, um Sonys Wachstum als ein globales Unternehmen zu sichern. Auch Sony-Präsident Kunitake Ando tritt ab und übergibt sein Amt an Ryoji Chubachi.

Der gebürtige Brite Stringer arbeitet seit 1997 für Sony und leitet auch die Unterhaltungssparte, zu der Musik, Kinofilme und elektronische Spiele gehören. Er ist nun der erste Ausländer an der Spitze einer der großen japanischen Elektronikkonzerne.

Einbußen in den Kerngeschäften

Sony hatte das vergangene Jahr mit einem Netto-Quartalsgewinn von 143,8 Milliarden Yen - umgerechnet rund 1,08 Milliarden Euro - abgeschlossen. Der Umsatz fiel allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf 16,07 Milliarden Euro. Einbußen gab es vor allem im Kerngeschäft mit Elektronikgeräten, während die Erträge aus dem Mobilfunkgeschäft mit Partner Ericsson sowie aus der Unterhaltungsindustrie deutlich zulegen konnten. Für das am 31. März zu Ende gehende Finanzjahr 2004/05 wird eine Gewinnsteigerung von 69 Prozent auf 150 Milliarden Yen - 1,15 Milliarden Euro - erwartet.

Sony hatte in den letzten Jahren mit den fallenden Preisen auf dem Markt für Elektronikgeräte zu kämpfen, aber parallel mit Filmen wie"Spider Man" viel Geld verdient.

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