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Chronologie: Agfa - Vom Fotopionier zum Insolvenzfall

Der deutsche Fotopionier Agfa blickt auf eine fast 140-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen brachte 1936 den ersten modernen Farbfilm auf den Markt.

Die wichtigsten Daten im Zeitablauf:

1867:

Zwei Chemiker gründen in Berlin eine Farbenfabrik, aus der sechs Jahre später die Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikationen (Agfa) entsteht.

1952:

In Leverkusen wird das Unternehmen neu gegründet und eine 100- prozentige Tochterfirma des Bayer-Konzerns.

1964:

Die Agfa AG und die belgische Gevaert Photo-Producten N.N. schließen sich zur Agfa-Gevaert-Gruppe zusammen.

1999:

Agfa-Gevaert geht an die Börse; der Firmensitz wird nach Mortsel/Antwerpen verlegt. Bayer zieht sich 2001 vollständig aus dem Unternehmen zurück.

Oktober 2004:

Die Agfa Gevaert Holding verkauft die traditionsreiche Fotosparte.

November 2004: Investoren um den Geschäftsmann Hartmut Emans gehen mit der AgfaPhoto GmbH mit Sitz in Leverkusen an den Start.
Mai 2005: AgfaPhoto stellt wegen Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Zum Insolvenzverwalter wird der Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier bestellt.
Juni 2005: Die Kölner Staatsanwaltschaft leitet Vorermittlungen gegen führende Manager des Unternehmens wegen möglicher Untreue, Betrug oder eines Verstoßes gegen das Insolvenzrecht ein. Es gab aber keinen Anfangsverdacht.
August 2005: Das Amtsgericht Köln eröffnet das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AgfaPhoto GmbH. Gesamtbetriebsrat und Geschäftsführung einigen sich auf einen Sozialplan für die rund 1800 Mitarbeiter und die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft.
Oktober 2005: Gespräche mit Kaufinteressenten gestalten sich als schwierig. Zunächst steigt der Finanzinvestor Cerberus aus. Ein Kaufangebot des britischen Fotoautomaten-Betreibers Photo-Me wird wegen unannehmbarer Bedingungen zurückgewiesen. AgfaPhoto geht endgültig in die Abwicklung.

DPA / DPA
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