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Flughafen Auckland: Übersetzungspanne: Coca-Cola-Werbespruch geht aber mal so richtig nach hinten los

Die Versuche von Coca-Cola, in Neuseeland die maorische Sprache mit Englisch zu kombinieren, sind gründlich nach hinten losgegangen. Ein Getränkeautomat am Flughafen Auckland sorgt für Hohn und Spott im Internet.

Viele Urlauber versuchen, einige Wörter oder Redewendungen der Landessprache zu lernen, wenn sie ins Ausland reisen. "Hallo", "Danke", "Auf Wiedersehen" – Ausdrücke, die viele Touristen in mehreren Sprachen beherrschen. Auch der US-amerikanische Softdrinkhersteller Coca-Cola wollte seine Kunden in Neuseeland freundlich und landestypisch begrüßen. Doch das ging schief. 

Ein Foto eines Coca-Cola-Automaten am Flughafen in Auckland macht derzeit auf Twitter die Runde und dient als warnendes Beispiel dafür, dass es leicht nach hinten losgehen kann, wenn man mehrere Sprachen ohne tiefergehende Kenntnisse vermischt. 

Coca-Cola belustigt mit Sprachproblemen zahlreiche Twitter-User

"Kia Ora, Mate" heißt es auf dem Automaten, , wie der "New Zealand Herald" berichtet. Während "Kia Ora" eine Grußformel der Maori, dem indigenen Volk Neuseelands, ist, bedeutet das maorische Wort "Mate" auf Englisch "Death", also Tod. Das verleiht dem Satz natürlich eine ganz neue Bedeutung, die Coca-Cola unmöglich gemeint haben kann. Das englische Wort "Mate" heißt so viel wie "Kumpel" oder "Freund".

Dem aufmerksamen Beobachter Waikato Reo fiel die sehr unglückliche Mischung der Sprachen auf. Er teilte das Bild bei Twitter und erntete viele Reaktionen.

Ein Twitter-Nutzer kommentierte spöttisch: "Sieht es Coca-Cola etwa selbst ein?" Ein weiterer schrieb: "Vielleicht ist es ihr unterbewusster Ruf nach einer Zucker-Steuer." Die meisten nahmen es jedenfalls mit Humor.

 

Coca-Cola ist nicht das erste Unternehmen, dem ein solches Missgeschick unterlief. Der Autohersteller Mitsubishi beispielsweise musste den Namen eines seiner bekanntesten Modelle in spanischsprachigen Ländern ändern. "Pajero" bezeichnet im Spanischen umgangssprachlich jemanden, der sich gerne selbst befriedigt. Ein anderer Marketing-Fauxpas unterlief Chevrolet. Beim Versuch mit dem Modell "Nova" auf dem mexikanischen Markt Fuß zu fassen, erntete das Unternehmen zahlreiche Lacher. "No va" heißt übersetzt so viel wie "Es geht nicht". 

Tim Brett, Präsident der Coca-Cola-Company, ist für Western Europe zuständig.
vit
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