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Einzelhandel Edeka Nord will Mitarbeitern Prämien zahlen, wenn sie sich impfen lassen

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Edeka Nord will Mitarbeiter, die sich gegen Covid-19 impfen lassen, belohnen
© Fotostand / K. Schmitt / Picture Alliance
Edeka Nord belohnt Mitarbeiter:innen, die sich privat um einen Impftermin kümmern, mit einem Einkaufsgutschein. Am liebsten würde das Unternehmen die Beschäftigten gleich selbst impfen – doch es fehlt an Impfstoff.

Edeka-Mitarbeiter:innen, die sich gegen Covid-19 impfen lassen, können damit nicht nur ihre Gesundheit schützen, sondern auch einen finanziellen Vorteil erhalten. Edeka Nord hat angekündigt, Beschäftigten eine Prämie in Form eines Einkaufsgutscheins von 50 Euro zu zahlen, wenn sie einen Impftermin vereinbaren. Das berichten die "Kieler Nachrichten" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Das Angebot sei "ein weiterer Baustein" der Corona-Maßnahmen des Einzelhandelunternehmens, teilte eine Sprecherin der "FAZ" mit. Außerdem wolle man der "Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachkommen und die Impfstrategie des Landes unterstützen". Im deutschen Einzelhandel nimmt Edeka Nord mit dieser Entscheidung eine Vorreiterrolle ein. Zunächst kommen diejenigen Mitarbeiter in den Genuss der Prämie, die zur Prioritätsgruppe zwei zählen – also Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung oder Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren.

Mitarbeiter sollen, sobald möglich, am Arbeitsplatz geimpft werden

Insgesamt sind in den rund 670 Märkten von Edeka Nord 4400 Arbeitnehmer:innen beschäftigt – viele davon haben ständig direkten Kundenkontakt. Für den Impftermin sollen die Mitarbeiter:innen von der Arbeit freigestellt werden. Außerdem plant Edeka Nord, die Beschäftigten möglichst bald auch am Arbeitsplatz zu impfen, berichten die "Kieler Nachrichten". Noch ist das nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Schleswig-Holstein aber nicht möglich, da es an Impfstoff fehle. 

Einzelhandel: Edeka Nord will Mitarbeitern Prämien zahlen, wenn sie sich impfen lassen

Ähnliche Überlegungen gibt es laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland auch bei anderen großen Handelsketten. Demnach plant auch Rewe, seine Mitarbeiter:innen durch Betriebsärzt:innen impfen zu lassen, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Vertreter von Aldi Nord und Rossmann äußerten sich in eine ähnliche Richtung. Allerdings solle es keine Gutscheine für Mitarbeiter:innen geben, die sich impfen lassen, teilte eine Rossmann-Sprecherin mit.

Quellen: "Frankfurter Allgemeine Zeitung" / "Kieler Nachrichten" (Bezahl-Inhalt) / "Redaktionsnetzwerk Deutschland"

epp

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