HOME

EINKOMMEN: Jahrzehnt ohne Zuwachs

Das Realeinkommen der Privathaushalte ist im letzten Jahrzehnt gesunken, die Kaufkraft hat sich also verschlechtert und das Nettoeinkommen hat abgenommen.

Neue Erkenntnisse seitens des Statistische Bundesamt aus Wiesbaden: Die Kaufkraft der privaten Haushalte in Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt verschlechtert: Real, also nach Abzug der Teuerung, sind die Nettoeinkommen zwischen 1991 und 2000 um ein Prozent gesunken.

Nominal legten die Einkommen im Durchschnitt um 21 Prozent auf 60.700 DM (31.035 Euro) zu. Dahinter verbergen sich allerdings - vor allem bei der Einkommenshöhe - deutliche Unterschiede je nach Haushaltsklasse. Auf dem obersten Rang landen Selbstständigen- Haushalte mit einem Plus von 23 Prozent auf 173.000 DM. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Selbstständige in der Regel ihre Altersvorsorge aus dem Nettoeinkommen bestreiten. Außerdem ist die Gruppe der Selbstständigen sehr heterogen und reicht von Kleingewerbetreibenden bis zu Ärzten, Anwälten und Architekten.

Arbeiterhaushalte kamen 2000 im Schnitt auf 56.400 DM, Nichterwerbstätigenhaushalte auf 40.300 DM. In dieser Gruppe stellen die Sozialhilfeempfänger mit 26.100 DM das Schlusslicht.