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Butter, Fleisch, Kaffee Hohe Erzeugerpreise: Diese Produkte dürften bald noch teurer werden

Einige Artikel im Supermarkt werden spürbar teurer
Einige Artikel im Supermarkt werden spürbar teurer
© Getty Images
Verbraucher dürften die Inflation im Portemonnaie bald noch stärker zu spüren bekommen. Denn die Erzeugerpreise für viele Lebensmittel und andere Güter steigen weiter stark, wie aktuelle Zahlen zeigen.

Die Inflation ist emporgeschnellt, einige Produkte sind bereits spürbar teurer geworden. Doch es dürfte für Verbraucher noch schmerzhafter werden, wie aktuelle Zahlen zeigen. Demnach sind die sogenannten Erzeugerpreise im Mai um durchschnittlich 33,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies sei "der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949", teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Rekordwert aus dem April (plus 33,5 Prozent) wurde damit nochmal leicht übertroffen.

Die Erzeugerpreise sind die Preise, die Hersteller von ihren gewerblichen Kunden in Weiterverarbeitung und Handel verlangen. Da höhere Produzentenpreise am Ende meist auch in den Läden ankommen, gelten sie als Indikator für die weitere Entwicklung der Verbraucherpreise. Die Inflationsrate, die zuletzt bereits bei 7,9 Prozent lag, könnte also noch weiter steigen. 

Teure Energie, teure Nahrungsmittel

Hauptgrund für die explodierenden Erzeugerpreise sind die hohen Energiekosten. Sie verteuern nicht nur Mineralölerzeugnisse, Heizöl und Kraftstoffe. Energie wird für die Produktion praktisch aller Güter benötigt. So werden auch viele Ver- und Gebrauchsgüter, die am Ende im Geschäft verkauft werden, teurer.

Die Produzentenpreise für Nahrungsmittel waren im Mai durchschnittlich 19,2 Prozent höher als im Mai 2021. Einige Lebensmittel verteuerten sich dabei besonders stark: Butter war 80,2 Prozent teurer als im Vorjahr (und 7,2 Prozent teurer als im April), nicht behandelte pflanzliche Öle kosteten 68,4 Prozent mehr. Rindfleisch kostet 42,9 Prozent mehr und Schweinefleisch 24,1 Prozent. Bei Kaffee beträgt der Preisanstieg 33,6 Prozent, bei Milch und Milcherzeugnissen 24,1 Prozent. Abseits von Lebensmitteln fällt auch der Anstieg bei den gewerblichen Preisen für Möbeln auf (plus 11,9 Prozent). 

Warum teure Energie die Endprodukte im Laden so verteuert, zeigt auch die Entwicklung bei den sogenannten Vorleistungsgütern. So waren Düngemittel und Stickstoffverbindungen im Mai 110,9 Prozent teurer als vor einem Jahr. Futtermittel für Nutztiere kostete 48,7 Prozent mehr. Holzverpackungen sind 67,4 Prozent teurer, Papier und Pappe 52,3 Prozent. Auch Roheisen, Stahl und Eisenlegierungen verteuerten sich um 51,8 Prozent.


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