HOME

Euro: Verbraucher kalkulieren noch in alten Währungen

Das Vertrauen ist ein Jahr nach der Euro-Einführung zwar gewachsen, aber die meisten Menschen in der Euro-Zone rechnen weiter mit ihren früheren nationalen Währungen.

Knapp ein Jahr nach Einführung des Euro-Bargeldes hat die Gemeinschaftswährung einer Umfrage der EU-Kommission zufolge an Vertrauen gewonnen, doch die meisten Menschen in der Euro-Zone rechnen weiter in ihren früheren nationalen Währungen.  

Obwohl der nachweisbare Einfluss der Euro-Bargeldeinführung auf die Preissteigerung nur gering gewesen ist, machen viele Menschen die Gemeinschaftswährung für eine starke Teuerung verantwortlich, zog die Kommission am Donnerstag in Brüssel Bilanz. "Es gibt eine klare Lücke zwischen wahrgenommener und gemessener Inflation." Dies liegt vor allem an einem deutlichen Anstieg der Preise etwa in Restaurants und Hotels. Nach Berechnungen des europäischen Statistikamtes Eurostat habe die Bargeldeinführung die Preissteigerung aber maximal um 0,2 Prozentpunkte erhöht.  

Obwohl 92,8 Prozent der Menschen in der Euro-Zone den Umgang mit den Euro-Banknoten einfach finden, rechnen nur 42,2 Prozent vor allem in der Gemeinschaftswährung. Wenn es um große Anschaffungen wie eines Autos oder Hauses gehe, kalkulierten sogar nur 12,5 Prozent in ihrer neuen Währung. Die Kommission rief den Handel auf, die Doppelauszeichnungen von Preisen in Euro und den alten Währungen bis Ende Juni 2003 zu beenden.

Themen in diesem Artikel