Explosionen in London Börsen erholen sich von Panikverkäufen


Die Attentate in der Londoner Innenstadt haben am Donnerstag die Aktienmärkte weltweit belastet. Am Nachmittag jedoch setzte eine leichte Erholung ein.

Die Terror-Anschläge in London haben weltweit die Aktienmärkte in die Tiefe gerissen. Direkt nach Bekanntwerden der Attentate reagierten die Händler panisch, die Kurse stürzten regelrecht ab. So fiel der DAX um über drei Prozent. Am Nachmittag aber erholte er sich wieder und lag am Nachmittag mit 4534 Punkten nur noch ein Minus von 1,8 Prozent. Auch die Börsen in London und Paris zeigten sich am Nachmittag stabiler. Der Londoner Index FTSE-100 erholte sich nach einem Minus von 2,9 Prozent (5079 Punkte) wieder auf minus 1,7 Prozent (5139 Punkte). Der Pariser CAC-40 stand gegen 16.30 Uhr mit 4211 Punkten zwei Prozent im Minus. Von den zwischenzeitlichen Kurseinbrüchen waren vor allem Reiseunternehmen, Versicherer und Energieversorger betroffen.

Ölpreis stürzt nach Allzeithoch ab

Neben den Aktienkursen brach auch der Ölpreis ein: Binnen fünf Minuten stürzte der Preis von einem neuen Allzeithoch von über 62 Dollar je Barrel um bis zu 2,50 Dollar ab, wie Händler berichteten.

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag nach den Anschlägen in London im Minus eröffnet, die befürchteten Kursabstürze blieben aber aus. Der Dow Jones Index der Standardwerte fiel in den ersten Handelsminuten um 0,62 Prozent auf 10.207 Punkte.

EZB ändert Leitzinsen nicht

Unbeeindruckt zeigte sich die Europäische Zentralbank (EZB). EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, die Terroranschläge in London beinträchtigten die Funktionsfähigkeit der europäischen Geldmärkte und Finanzsysteme nicht. Obwohl die europäischen Finanzminister eine Zinssenkung zur Belebung der Konjunktur befürwortet hatten, ließ die EZB den EZB unverändert.

DPA/AP/reuters AP DPA Reuters

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