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Fast Food: McDonald's setzt auf Coffeeshops

Auch wenn es keiner gewesen sein will - über Gästemangel kann sich McDonald's nicht beschweren. 2006 stieg der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro, ab März 2007 sollen alle Filialen rauchfrei sein. Der Burger-Riese hat außerdem ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Coffeeshops.

Die Fast-Food-Kette McDonald’s will Deutschland mit Coffeeshops überziehen - bis Ende 2008 sollen rund 320 neue McCafés an den Start gehen, sagte der Chef von McDonald’s Deutschland, Bane Knezevic, am Dienstag in München. Derzeit liegt die Kette mit mehr als 200 McCafés in Deutschland auf Platz zwei hinter Tchibo. "Ob wir Tchibo überholen können oder nicht, wird die Zeit zeigen", erklärte Knezevic.

Der Umsatz von McDonald’s Deutschland stieg im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zu. An Gästen mangelte es dem Konzern auch nicht: Insgesamt wurden 891 Millionen Besuch verzeichnet, gut fünf Prozent mehr als im Vorjahr. "Diese Rekorde zeigen eindeutig, dass McDonald’s auf dem richtigen Weg ist", sagte Knezevic. Auch im kommenden Jahr erwartet er Steigerungen in dieser Größenordnung. Dazu soll auch die Eröffnung von rund 35 neuen Filialen beitragen.

Rauchverbot schadet nicht

Zum Gewinn macht McDonald’s Deutschland traditionell keine Angaben. "Wir machen Geld", erklärte Knezevic lediglich. Die Ergebnisentwicklung halte mit dem Umsatzwachstum in etwa Schritt. Angesichts der Mehrwertsteuererhöhung und anziehender Lieferantenpreise müsse man aber über die eigenen Verkaufspreise "nachdenken". Zunächst werde man aber versuchen, mit Kosteneinsparungen gegenzusteuern, konkrete Preiserhöhungen seien derzeit nicht absehbar.

Bei der Neugestaltung ihrer Restaurants setzt die Fast-Food-Kette unter anderem auf höherwertige Materialien beim Mobiliar. "McDonald’s bewegt sich", sagte Knezevic. Das gelte auch für das Speisenangebot. Mit weniger Salz und Fett seien einige Produkte wie Soßen und Salate gesünder geworden. Ab Ende März sollen außerdem alle Restaurants der Kette rauchfrei sein. "Wir haben das unabhängig von der Politik gemacht", sagte Knezevic. Mit den 400 Filialen, die bereits rauchfrei seien, habe man positive Erfahrungen gesammelt. Zu Umsatzrückgängen sei es dort jedenfalls nicht gekommen.

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