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Kauf von Hasch oder Marihuana Amsterdam will Touristen Zugang zu Coffeeshops verbieten

Das von den Demokraten in der Mehrheit besetzte Repräsentantenhaus hat für die Legalisierung von Marihuana auf Bundesebene gestimmt. Die Parlamentskammer verabschiedete am Freitag die Gesetzesvorlage, die auch vorsieht, auf Cannabis eine fünfprozentige Bundessteuer zu erheben. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass der Senat dem Gesetz zustimmt. Im Senat haben die Republikaner die Mehrheit. Die letzte Hoffnung der Legalisierungs-Befürworter liegt in der Senats-Stichwahl in Georgia am 5. Januar. Sollte die Demokraten hier gewinnen, hätten sie damit auch die Mehrheit im Senat. In 15 der insgesamt 50 Bundesstaaten ist Marihuana bereits erlaubt und ein etablierter Wirtschaftszweig geworden. Das bundesweite Verbot und die damit zusammenhängende Kriminalisierung der Droge gilt seit dem frühen 20. Jahrhundert. Vielleicht könnten bei einem Legalisierungsprozess auch die Vereinten Nationen freiwillig oder unfreiwillig Beihilfe leisten. Die Suchtstoffkommission der UN hat in einer knappen Abstimmung in dieser Woche Cannabis und Haschisch von ihrer Liste der gefährlichsten Drogen gestrichen. Marihuana wird jetzt nicht mehr in der höchsten Kategorie IV mit Heroin und anderen schweren Drogen geführt. Damit folgten die Vereinten Nationen einer entsprechenden Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO.
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Amsterdam macht Ernst und will Touristen den Zugang zu den populären Coffeeshops verwehren. Damit soll der überbordende Drogentourismus vor allem aus Großbritannien gestoppt werden.

Amsterdam will ausländischen Touristen den Zugang zu Coffeeshops und damit den Kauf von Hasch oder Marihuana verbieten. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Staatsanwaltschaft, Polizei und Bürgermeisterin Femke Halsema wollen damit den Drogentourismus stoppen. Nur noch Einwohner der Niederlande sollen dann mit einem Pass Zugang zu den Coffeeshops bekommen. Das Stadtparlament muss den Plänen noch zustimmen. 

In Amsterdam gilt eine Ausnahmeregelung

In den Niederlanden sind sogenannte weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana in den Coffeeshops für den persönlichen Konsum legal zu kaufen. Auch während des zur Zeit geltenden Lockdowns sind sie geöffnet, allerdings müssen die Kunden die Waren mitnehmen. 

Im Prinzip dürfen nur Einwohner des Landes in den Coffeeshops Drogen kaufen, doch für Amsterdam gilt eine Ausnahmeregelung. Dafür musste die Stadt jedoch die Zahl der Verkaufsstellen stark reduzieren. Doch der Drogentourismus vor allem aus Großbritannien nahm stark zu. Studien haben ergeben, dass der Massentourismus stark abnehmen wird bei einem Zugangs-Verbot für Coffeeshops.

fs DPA

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