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Fehlschlag für Medienmogul: Murdoch sagt Übernahme von Time Warner ab

Es sollte wohl der letzte großer Deal von Rupert Murdoch werden: Die Übernahme von Time Warner. Doch der Kauf ist geplatzt, nachdem die Aktien seines Konzerns 21st Century Fox einbrachen.

Medienmogul Rupert Murdoch hat die feindliche Übernahme von Time Warner durch seinen Konzern 21st Century Fox abgeblasen. Das Angebot im Volumen von rund 80 Milliarden Dollar (59 Milliarden Euro) sei vom Tisch, erklärte Murdoch. Er begründete den Schritt mit der ablehnenden Haltung von Time Warner und den daraus resultierenden Kursverlusten für seinen Konzern. Die Übernahme sei dadurch für die Fox-Aktionäre nicht länger interessant, erklärte Murdoch.

Zur Abwehr der Offensive hatte Time Warner erst kürzlich seine Unternehmenssatzung geändert - um die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung durch eine Minderheit von Aktionären zu blockieren. Wäre der Konzern vom Murdoch-Imperium geschluckt worden, hätte dies die Medien-Unterhaltungsbranche kräftig durcheinander gewirbelt.

Murdoch hatte seinen Medienkonzern News Corp vergangenes Jahr aufgespalten. Die profitablen Film- und Fernsehfirmen wurden dabei unter dem Namen 21st Century Fox von den teilweise angeschlagenen Zeitungs- und Buchverlagen abgetrennt. Neben Zeitungen in Großbritannien und Australien besitzt Murdoch das renommierte US-Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal".

ivi/AFP / AFP