HOME

"Game of Thrones"-Produzent HBO: Der erfolgreichste Fernsehsender der Welt muss sich neu erfinden

HBO ist der erfolgreichste Sender der Welt. Mit "Game of Thrones" und "Westworld" strahlt er zwei der derzeit besten Serien aus. Dennoch steht der Sender vor einem gewaltigen Umbruch.

Was haben eigentlich die Vorfahren von Jon Schnee (Kit Harington) getrieben? Darüber könnte die Prequel-Serie Aufschluss geben

"Game of Thrones" ist das Aushängeschild des US-Senders HBO.

Es ist eine kuriose Situation. Da investieren Netflix, Amazon, Sky und neuerdings auch Apple Milliarde um Milliarde, in der Hoffnung, das nächste "Game of Thrones" zu erschaffen. Und ausgerechnet das Unternehmen, dem das schon gelungen ist - der Pay-TV-Sender -, plant einen Schritt in die völlig andere Richtung: Es soll ein weiteres Netflix werden. Das zumindest fordert einem "New York Times"-Bericht zufolge der neue HBO-Besitzer, die Firma AT&T, eines der weltgrößten Unternehmen.

"Wir brauchen Stunden pro Tag"

Wie die Zukunft des Konzerns aussehen wird, erläuterte vor wenigen Tagen John Stankey, AT&T-Manager und neuer Chef des gerade übernommenen Time Warner. Hinter verschlossenen Türen sagte er den anwesenden 150 HBO-Mitarbeitern mit deutlichen Worten: "Es wird ein hartes Jahr." Zwar wird der Sender regelmäßig mit Preisen überschüttet. Doch angesichts der starken Konkurrenz von reiche das nicht mehr aus, um weiter zu wachsen, so Stankey. Ein Veränderungsprozess sei unausweichlich.

"Wir brauchen Stunden pro Tag", lautet die unmissverständliche Ansage des neuen Time-Warner-Chefs. "Es geht nicht um Stunden pro Woche, und auch nicht um Stunden pro Monat." Seine Botschaft ist klar: HBO soll die Zuschauer nicht nur am Sonntagabend vor die Bildschirme locken, wenn die neuste Episode einer Serie ausgestrahlt wird, sondern idealerweise jeden Tag. Auch wenn Hankey die Namen nicht in den Mund nimmt - die Vorbilder sind Netflix und , die ihre Kunden mit bis zu tausend Eigenproduktionen pro Jahr überrollen. Eine Schlagzahl, von der HBO bislang meilenweit entfernt war.

Neue Strategie sorgt für Zweifel

Stankeys Ansagen klingen, als wäre HBO in die Krise gerutscht. Das Gegenteil ist aber der Fall: HBOs Masse-statt-Klasse-Strategie sorgte für 40 Millionen Abonnenten in den USA sowie weitere 142 Millionen im Rest der Welt. Das sind mehr Kunden als bei Netflix. Und das bei geringeren Ausgaben: Netflix investiert acht Milliarden pro Jahr, HBO dagegen nur zwei. Trotzdem erwirtschaftete das Unternehmen solide sechs Milliarden Dollar Gewinn in den vergangenen drei Jahren. Zudem gewann man mehr Emmys als jeder andere Sender.

Deutsche Serien der 80er: Hätten Sie die Stars aus "Büro, Büro" oder "Kir Royal" noch erkannt?
Elfi Eschke

Elfi Eschke, Büro, Büro

Von 1982 bis 1986 war Eschke in der Fernsehserie "Büro, Büro, als die aufgeweckte und um keine Antwort verlegende Sekretärin Gabi Neuhammer bekannt. Innerhalb ihrer Rolle sorgte die Schauspielerin für den ein oder anderen emotionalen Moment, welcher sich auch außerhalb des Büros abspielte. Entdeckt wurde die damals 30-jährige von dem Film- und Fernsehregisseur Reinhard Schabenitzki.

Zwar musste auch HBO in den vergangenen Jahren den einen oder anderen Flop verkraften - das 100 Millionen Dollar teure "Vinyl" fiel beim Publikum komplett durch -, dennoch beweisen die Verantwortlichen regelmäßig, dass sie ein gutes Gespür für ihr Publikum haben. Die Comedy "Silicon Valley" ist extrem beliebt, "Big Little Lies" avancierte zum Geheimtipp, mit "Westworld" könnte eines Tages sogar " " beerbt werden.

Hits sollen am Fließband entstehen

"Wir stehen im Wettbewerb mit Geräten, die in der Hand von Menschen liegen und die ihre Aufmerksamkeit alle 15 Minuten einfangen", sagte Stankey. Nur mit einer breiteren Produktpalette könne man weiter wachsen, ist er überzeugt. Für den erfolgsverwöhnten Sender, der mit wie "The Sopranos", "The Wire" und "Sex and the City" entscheidend das Goldene Fernseh-Zeitalter prägte, dürfte die Neuausrichtung der größte Paradigmenwechsel in der 45-jährigen Unternehmensgeschichte sein. 

Aus der Edelmanufaktur soll eine Fabrik werden, in der Blockbuster-Serien am Fließband entstehen. Vielleicht wird der Sender damit noch größer und erfolgreicher. Womöglich sinkt er aber auch in die Bedeutungslosigkeit, wenn er am Ende nicht mehr ist als - ein weiteres Netflix.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo