HOME

Fluggastrechte: Flightright entlässt Mitarbeiter - was ist los beim Marktführer für Fluggastrechte?

Flightright holt als Fluggastrechte-Anbieter Geld für Verspätungen oder Ausfälle von den Airlines für Kunden zurück. Anfang des Jahres übernahm ein Medienunternehmen den Marktführer. Jetzt müssen Mitarbeiter gehen. Was ist da los?

Von Caspar Tobias Schlenk

Ärger mit Airlines

Ärger mit Airlines: Fluggastrechte-Portale helfen Geschädigten 

Getty Images

Für die Mitarbeiter muss es unerwartet gekommen sein. Vor einigen Wochen eröffnete ihr Teamleiter ihnen die schlechte Nachricht, dass einige Kollegen Flightright verlassen müssten. Mehrere Abteilungen des Fluggastrechte-Startups waren nach Informationen von Finance Forward von dem Stellenabbau betroffen.

Auch öffentlich gab es bislang keine Anzeichen dafür, dass der Marktführer in der Krise stecken könnte. Erst Anfang des Jahres hatte sich das Medienunternehmen Intermedia bei Flightright eingekauft und die Mehrheit übernommen. Anfang Oktober erzählte Flightright-Gründer Philipp Kadelbach den Potsdamer Neuesten Nachrichten noch einmal seine Gründungsgeschichte, in der Flightright wie David gegen Goliath siegreich gegen die übermächtigen Airlines zu Felde zieht. Es klang nach Erfolg und weiterer Expansion. 

Finance Forward ist das Magazin für die neue Finanzwelt. Dort wird über die Fintechszene, Bankenbranche und die Welt der Blockchains berichtet – neugierig, kritisch und unabhängig. Das Magazin ist eine Kooperation von Capital und OMR. Folgen Sie Finance Forward auf Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn. Den Podcast gibt es auf iTunes, Spotify und Podigee.

Finance Forward ist das Magazin für die neue Finanzwelt. Dort wird über die Fintechszene, Bankenbranche und die Welt der Blockchains berichtet – neugierig, kritisch und unabhängig. Das Magazin ist eine Kooperation von Capital und OMR. Folgen Sie Finance Forward auf FacebookTwitterXing oder LinkedIn. Den Podcast gibt es auf iTunesSpotify und Podigee.

Sein Unternehmen gehört zu den Pionieren im Markt. 2010 startete das Unternehmen mit der Idee, Fluggästen bei Verspätungen zu helfen. Flightright kämpft im Auftrag der Kunden darum, dass sie ihre Entschädigungen erhalten. Denn den Passagieren stehen bei einem verspäteten Flug bis zu 600 Euro zu, selbst wenn das Ticket viel weniger gekostet hat. Doch Airlines weigern sich oft zu zahlen – dann springen die Fluggastrechte-Startups ein. Mittlerweile sind etwa 20 Anbieter in dem umkämpften Markt unterwegs.

Nach dem Stellenabbau sei es möglich, "deutlich agiler im Markt zu agieren"

Zu den Gründen für die Entlassungen bleibt Flightright kryptisch: "Im bisherigen Kerngeschäft – der Verteidigung von Fluggastrechten – hat sich Flightright im Rahmen einer Reorganisation für die weitere Expansion neu aufgestellt und interne Strukturen und Prozesse angepasst", teilt eine Sprecherin schriftlich mit. Ein "moderater Stellenabbau" sei Teil davon gewesen – "weniger als 20 Mitarbeiter" hätten ihre Jobs verloren. Übrig blieben 140 Festangestellte, so das Unternehmen. Nun sei es möglich, "deutlich agiler im Markt zu agieren". Die Marktführerschaft wolle Flightright weiter ausbauen.

Unterdessen berichtet ein Konkurrent von Problemen mit dem Geschäftsmodell der Fluggastrechte-Startups. "Der Markt ist schwieriger geworden, die Fluglinien sind nach dem Chaossommer 2018 pünktlicher geworden und zahlen die Entschädigungen bereitwilliger aus", sagte der Geschäftsführer Lars Watermann von Euflight im Gespräch mit Finance Forward vor einigen Wochen. Der Umsatz sei um etwa 20 Prozent eingebrochen. "Nach unserer Analyse stecken einige Anbieter in der Klemme", lautete sein Fazit. Bei Flightright wehrt man sich gegen die Interpretation, die Entlassungen hätten damit etwa zu tun. "Die Neuaufstellung ist unabhängig vom Verhalten der Airlines erfolgt", heißt es. "Während einige Fluggesellschaften schneller zahlen, gehen wir bei anderen verstärkt den Klageweg."

Flightright hatte große Wachstumsziele

Zu seinen aktuellen Geschäftszahlen schweigt das Startup. Für die Jahre 2018 und 2019 hatte Flightright einst ambitionierte Pläne, wie Dokumente aus dem Jahr 2017 zeigen, die Finance Forward vorliegen. Der Umsatz sollte 2019 auf 30 Millionen Euro ansteigen – bei einem Gewinn vor Steuern von 5,8 Millionen. 2017 lag der Jahresumsatz laut Bundesanzeiger noch bei 13,7 Millionen Euro und der Jahresüberschuss bei 1,4 Millionen Euro. Es ist unklar, ob Flightright seine hohen Ziele erreicht hat.

Beim Unternehmensverkauf soll laut der Potsdamer Neuesten Nachrichten ein Mitgründer 3,5 Millionen Euro für 16 Prozent der Anteile erhalten haben – das würde einen Unternehmenswert von ungefähr 20 Millionen Euro ergeben. Verglichen mit heute üblichen Summen für Startup-Verkäufe wäre das kein Riesen-Exit. Auch dazu äußert sich Flightright nicht.

Der Frust unter den entlassenen Mitarbeitern ist unterdessen groß. Nach Informationen von Finance Forward sollen sich auch langjährige Angestellte unter den Betroffenen befinden. Geht es um ihre zu verhandelnden Abfindungen können sie sich derweil gleich an ein Spin-off ihres alten Arbeitgebers wenden: Das Legaltech Chevalier wurde erst kürzlich gegründet. Gründer Philipp Kadelbach nennt es auch "Flightright für das Arbeitsrecht".

Dieser Artikel erschien zuerst bei FinanceFWD, dem digitalen Finanzmagazin von Capital und OMR.

Den neuen täglichen Fintech-Newsletter können Sie hier bestellen!

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?