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Flugverkehr: Lufthansa-Tarifverhandlungen gehen weiter

Die Gegener kehrten an den Tisch zurück: Pilotenvereinigung Cockpit und Lufthansa versuchen weiter zu einer Einigung über die Pilotengehälter zu kommen.

Der Tarifstreit um höhere Gehälter für die rund 4.200 Lufthansa-Piloten schwelt weiter. Bis Montagnachmittag gab es keine Anzeichen für einen Durchbruch bei den Verhandlungen. Die Gespräche wurden an einem geheim gehaltenen Ort geführt und waren Sonntag ohne Ergebnis unterbrochen worden.

Lufthansa schweigt

Zuletzt hatte das Unternehmen den Piloten Tarifsteigerungen in Höhe von 10,6 Prozent über vier Jahre und eine Leistungsbeteiligung in Höhe von zwei Monatsgehältern angeboten. Die Piloten hatten das Angebot als unzureichend zurückgewiesen. Sie fordern innerhalb von zwölf Monaten Einkommenssteigerungen in Höhe von 30 bis 35 Prozent. Lufthansa-Chef Jürgen Weber hatte am Sonntag die Forderungen der Piloten als unerfüllbar bezeichnet. Diese Äußerung Webers verheiße nichts Gutes, sagte Fongern am Montag.

Donnerstag womöglich nächster Streik

Die vorhergehende Verhandlungsrunde war in der Nacht zum Mittwoch unterbrochen worden. Am Donnerstag legten die Piloten daraufhin für 24 Stunden ihre Arbeit nieder und sorgten damit für massiven Störungen im Flugverkehr der Lufthansa. Die Pilotenvereinigung Cockpit hält weiterhin an ihren Streikplänen für den kommenden Donnerstag fest, sollte es bis dahin keine Lösung geben. Cockpit-Sprecher Georg Fongern sagte, es gebe noch Spielräume. Die Lufthansa kommentierte die Verhandlungen nicht.

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