Gastronomie McDonald's versucht's jetzt mit Selbstbedienung


Auch eine Lösung, wenn man die Kosten senken will: In einigen US-Restaurants testet der Burger-Brater Selbstbedienungs-Terminals 'zur Verbesserung des Kunden-Komforts'.

Die weltgrößte Restaurantkette McDonald's will dem verschärften Kosten- und Wettbewerbsdruck nach eigenen Angaben unter anderem mit einem neuen Service entgegen wirken: In einigen US-Restaurants wurden bereits Selbstbedienungs-Terminals zur Verbesserung des Kunden-Komforts getestet.

Bestellung via Bildschirm

An den als "Kiosk" bezeichneten Geräten können Kunden durch Berühren eines Bildschirms selbst ihre Bestellungen aufgeben und danach ihr Essen entgegen nehmen oder es sich auf die übliche Weise bringen lassen, sagte ein McDonald's-Manager: "Es geht hauptsächlich um die Möglichkeit für unsere Kunden, McDonald's so zu nutzen, wie sie es wünschen", sagte Gene Mitchell.

Automaten stehen in 13 US-Filialen

Das Automaten-System wird schon seit gut einem Jahr in unterschiedlichen Varianten in 13 US-Filialen der Restaurantkette ausprobiert. Bereits vor einiger Zeit hatte McDonald's-Chef Jim Cantalupo versprochen, das Unternehmen mit seinen weltweit über 30.000 Schnellrestaurants noch enger an moderne Consumertrends heranzuführen.

Gutschein gegen Burger und Wechselgeld

Der Nahrungsmittel-Experte Robert Goldin vom Marktforschungsunternehmen Technomic hält einfacheres Bestellen oder Bezahlen für den richtigen Weg: "Das ist genau das, was die Kunden wollen." Ähnlich wie bei den Schnell-Check-in-Terminals von Fluglinien wird an den Kiosken nach der Bildschirm-Bestellung eine Quittung ausgedruckt, mit der die Kunden später ihre Big Macs oder Pommes bekommen. "Das geht alles mit Bildern. Es ist für die Kunden sehr einfach zu bedienen", sagte Mitchell. "Die Automaten nehmen Bargeld an, geben aber kein Wechselgeld heraus - das bekommen die Kunden dann zusammen mit dem Essen." Möglicherweise werde auch noch das Bezahlen mit Kredit- oder Bankkarten ausprobiert. Die Selbstbedienungs-Kioske könnten seiner Ansicht nach ein solcher Renner werden wie die als "Drive-in" bekannten Autofahrer-Schnellschalter.

Mehr Bestellungen erwartet

Ob mit den Terminals echt Kosten eingespart werden können, müsse sich erst noch heraus stellen, sagte Mitchell. Auf jeden Fall könnten mit Hilfe der Terminals mehr Bestellungen aufgenommen werden - und die Angestellten könnten sich daher stärker darauf konzentrieren, das Essen zuzubereiten. Die endgültige Entscheidung über die flächendeckende Einführung der Selbstbedienungs-Kioske soll erst zum Ende des Jahres getroffen werden. Und bis dahin besteht auch in den Test-Restaurants weiter die Möglichkeit, das Essen bei einem echten McDonalds-Mitarbeiter zu bestellen.


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