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Geschälte Orange in Plastikpackung: So absurd ist der Verpackungsirrsinn im Supermarkt

Der Verpackungswahnsinn kennt scheinbar keine Grenzen mehr: Ein US-Supermarkt verkaufte jetzt einzeln abgepackte, geschälte Orangen - zum Preis von 5,99 US-Dollar. Erst als das Netz tobte, gab der Laden nach.

Einzeln abgepackte, geschälte Orangen - geht es noch bekloppter?

Einzeln abgepackte, geschälte Orangen - geht es noch bekloppter?

Manchmal scheint der Wahnsinn keine Grenzen mehr zu kennen. Als die österreichische Supermarktkette Billa vor dreieinhalb Jahren mit den Nackt-Bananen – geschälte und anschließend erneut verpackte Bananen – einen beispiellosen Shitstorm im Netz kassierte, dachte man, große Unternehmen würden zukünftig mehr auf Nachhaltigkeit achten. Doch die US-Lebensmittelkette Whole Foods konnte nun die Nackt-Bananen noch toppen: Die Twitter-Nutzerin Nathalie Gordon lud ein Foto hoch, dass einzeln abgepackte, geschälte Orangen im Kühlregal des Supermarkts Whole Foods zeigt -  und das zum Wucherpreis von 5.99 US-Dollar.

Dazu schreibt Gordon bissig: "Wenn sich die Natur nur etwas einfallen lassen hätte, um die Orangen zu bedecken, damit wir nicht so viel Plastik verschwenden müssten." In den sozialen Netzwerken verbreitete sich das Bild rasend schnell, mittlerweile wurde allein der Ursprungs-Tweet mehr als 80.000 Mal weiterverbreitet und 79.000 Mal favorisiert. 

Whole Foods entschuldigt sich

Doch erst wenn man sich das Bild genauer anschaut, erkennt man den Verpackungsirrsinn in seiner ganzen Pracht. Denn auf der Plastikbox prangt ein Sticker mit der Aufschrift "Made Right Here" (heißt so viel wie "hier entstanden"). Das legt den Schluss nahe, dass ein besonders versierter Zitrusfrucht-Facharbeiter in mühevoller Kleinstarbeit jede Orange händisch geschält und aufwendig verpackt hat, damit jeder Kunde die Frucht direkt aus der Box in den Mund stopfen kann.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass es sich bei den Früchten streng genommen um Sumo-Orangen handelt, eine Mischung aus Mandarinen und Orangen, sind die 5,99 US-Dollar geradezu ein Schnäppchen. Und vermutlich waren sie sogar Bio!

Whole Foods bemerkte den Wirbel nach ein paar Stunden und entschuldigte sich via Twitter: "Definitiv unser Fehler. Die Orangen wurden geschält. Wir hören auf Sie und setzen zukünftig wieder auf die natürliche Verpackung: die Schale." Später wurde noch eine umfangreiche Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen zugibt, die Sache "nicht ganz zuende gedacht zu haben".


Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.