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Getränkeabsatz: Kalter Winter = weniger Bier

Der kalte Winter fordert ein weiteres Opfer. Laut dem Statistischen Bundesamt konnten sich deutlich weniger Menschen für Gerstensaft erwärmen, als noch im Vorjahr. Auch sonst verliert das Bier im Rennen um durstigen Kehlen an Boden.

Die deutschen Brauereien haben im zurückliegenden, besonders kalten Winter weniger Menschen für Bier erwärmen können als noch im vergangenen Jahr. Im ersten Quartal 2006 sank der Gerstensaft-Absatz um gut ein Prozent auf 21,7 Millionen Hektorliter. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere nicht enthalten.

Während der Absatz von herkömmlichem Bier immer mehr zurück geht, steigt die Beliebtheit von Bierprodukten, denen Limonade, Cola oder Fruchtsäfte beigemischt sind. Die modischen Bier-Mischgetränke legten um 5,9 Prozent zu. Allerdings machten die Mischprodukte mit 0,5 Millionen Hektolitern nur einen geringen Bruchteil der Gesamtproduktion von 21,7 Millionen Hektolitern aus.

Der Großteil des deutschen Bieres bleibt im Inland. Rund 87 Prozent des gesamten Ausstoßes wurden in Deutschland getrunken, mengenmäßig waren dies knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 2,8 Millionen Hektoliter wurden exportiert. Knapp 44.000 Hektoliter gingen kostenlos als "Haustrunk" an die Beschäftigten der Brauereien.

DPA, AP / AP / DPA
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