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US-Gerichtsurteil: Kaffeefirma muss Internet-Star Grumpy Cat hohen Schadenersatz zahlen

Der amerikanische Kaffeehersteller Grenade vertrieb einen "Grumpy-Cat-Kaffee" und verkaufte T-Shirts mit dem Gesicht der bekannten Katze. Allerdings, ohne deren Besitzerin vorher um Erlaubnis zu fragen.

Grumpy Cat, eine Katze mit permanent schlechtgelauntem Gesichtsausdruck

Ein echter Internetstar: Die schlecht gelaunte Mieze Grumpy Cat

Picture Alliance

Grumpy Cat hat es wahrlich nicht leicht. Die flauschige Katze hat einen Unterbiss und zudem "felinen Kleinwuchs", weshalb die Mischlingsmieze so wunderbar missbilligend aussieht. Außerdem hat sie eine Besitzerin, die es mittlerweile gut versteht, ihr Haustier als Marke gewinnbringend zu nutzen.

Die Katze wird auf Rote Teppiche oder Conventions geschleppt und muss für Fotosessions posieren. Ob sie das wohl so richtig gut findet? An ihrem Gesichtsausdruck kann man das ja nicht wirklich ablesen.

Bei all dem Stress kann man miese Laune kriegen

Aber Frauchen Tabatha Bundesen, die mit der vierbeinigen Internet-Berühmtheit in Arizona lebt, weiß zumindest für die "Marken- und Urheberrechte" von Grumpy Cat einzutreten. Im aktuellen Fall geht es um den amerikanischen Kaffeehersteller Grenade. Der hatte für 150.000 Dollar von Bundesen das Recht erworben, einen "Grumppoccino" auf den Markt zu bringen. Das reichte aber wohl nicht, weshalb die Firma außerdem einen "Grumpy-Cat-Kaffee" vertrieb und Produkte wie zum Beispiel ein T-Shirt mit dem mürrischen Gesicht der Katze anbot. Ohne Erlaubnis von Grumpy Cats Besitzerin.

Ein US-Gericht gab Tabatha Bundesen und Grumpy Cat nun Recht und forderte von Grenade die stolze Summe von 710.000 Euro Schadenersatz ein.

"Grumpy Cat - "eine siebenstellige Katze"

Damit wird Grumpy Cat noch ein bisschen reicher. Ihr Manager Ben Lashes (auch für Grumpy Cats Internet-Kollegin Keyboard Cat zuständig) hatte sie bereits als eine "siebenstellige Katze" bezeichnet. Sogar über Einnahmen von insgesamt hundert Millionen Dollar wurde spekuliert –Frauchen Bundersen bestritt das aber.

Grumpy Cat schaffte es mit zwei Büchern in die US-Bestsellerlisten, T-Shirts, Kuscheltiere und anderer Schnickschnack mit ihrem herzallerliebsten Gesicht verkaufen sich ebenfalls bestens.

Hoffentlich hat die beliebte Samtpfote auch selbst etwas von ihrem Verdienst.

Grumpy Baby