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Handwerkers Leid: Schlechtwetterperiode trübt Praktiker-Zahlen

Die Analysten hatten es schon befürchtet: Wegen einer langanhaltenden Schlechtwetterperiode hat die Baumarktkette Praktiker im zweiten Quartal 2010 Einbußen bei Umsatz und Gewinn verzeichnet.

Die Baumarktkette Praktiker hat nach schleppenden Geschäften in Folge des verregneten Frühjahrs ihre Umsatzziele für das Gesamtjahr gekappt. Umsatz und Ertrag seien bisher "hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben", räumte Vorstandschef Wolfgang Werner am Donnerstag ein. Verantwortlich machte er dafür vor allem den schneereichen Winter und die langanhaltende Schlechtwetterperiode im zweiten Quartal, die im April und Mai das saisonale Gartengeschäft stark beeinträchtigt habe.

Der Umsatz sank im zweiten Quartal um 5,6 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro und verfehlte damit die Erwartungen von Analysten von durchschnittlich 1,05 Milliarden Euro nur knapp. In Deutschland setzte der Konzern, zu dem auch die Baumärkte Max Bahr gehören, mit 756 Millionen Euro 7,2 Prozent weniger um. Bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr 2010 rechnet Werner nun mit einem Rückgang des Konzernumsatzes um eine niedrige einstellige Rate, nachdem er bislang von einem leichten Anstieg ausgegangen war.

Das operative Ergebnis (Ebita) vor Sondereffekten schrumpfte im abgelaufenen Quartal um 4,4 Prozent auf 65,1 Millionen Euro, der Überschuss brach um 25,5 Prozent auf 25,8 Millionen Euro ein. Analysten hatte jedoch einen größeren Ergebnisrückgang erwartet. Werner rechnet daher beim Ebita vor Sondereffekten für 2010 weiterhin mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Verbesserung des internationalen Marktumfeldes sowie die im zweiten Quartal eingetretene Stabilisierung des operativen Ergebnisses in Deutschland ließen den Vorstand "mit vorsichtigem Optimismus in das zweite Halbjahr blicken".

Reuters / Reuters