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Nach US-Restriktionen Huawei will offenbar Billig-Smartphone-Tochter Honor verkaufen

Ein Mann geht an einer Huawei-Werbetafel auf einer Expo vorbei
Huawei will offenbar die Firma Honor verkaufen – damit könnte das Tochterunternehmen die US-Restriktionen gegenüber Huawei umgehen
© Mark Schiefelbein / AP / DPA
Huawei will offenbar Teile seines Tochterunternehmens Honor verkaufen – damit könnte sich der Low-End-Smartphone-Hersteller den US-Restriktionen gegenüber Huawei entziehen.

Der chinesische Telekommunikationsausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei will offenbar seine Tochterfirma Honor zum Teil verkaufen. Als Käufer sind Digital China, bisher Haupt-Distributor der Honor-Smartphones, Xiaomi und TCL, beides chinesische Elektronik-Hersteller, im Gespräch. Wie Reuters unter Berufung auf anonyme Insider berichtet, könnte es um bis zu 3,7 Milliarden US-Dollar gehen – vom Verkauf könnten dann möglicherweise die Marke Honor selbst, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie das Lieferketten-Management betroffen sein.

Huawei will sich auf eigene Produktion konzentrieren

Die von Honor produzierten Smartphones von sind vor allem für junge Menschen und Menschen mit kleinerem Budget ausgelegt. Mit dem Verkauf der Firma will sich Huawei den Insidern zufolge mehr auf die eigenen High-End-Produkte anstatt auf Low-End-Smartphones konzentrieren. Huawei selbst ist einer der größten Smartphone-Hersteller weltweit und hat derzeit mit US-Sanktionen zu kämpfen.

Dem Konzern wird vorgeworfen, der chinesischen Regierung zu unterstehen, was Huawei mehrfach dementierte. Die US-Administration um Trump unterbindet den Handel inländischer Unternehmen mit Huawei und verbot unter anderem den Verkauf von Chips an den chinesischen Konzern, die mit Hilfe US-amerikanischer Technik hergestellt wurden. 

Sollte Huawei seine Tochterfirma Honor tatsächlich verkaufen, könnte das laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo, den Reuters zitiert, ein Gewinn für Honor sein: So fiele das Unternehmen nicht mehr unter die US-Restriktionen und könnte wieder Teile aus den USA beziehen.

Quelle: Reuters

meh

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