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Neues Verkaufskonzept: IKEA im Kiosk-Format

Bisher bedeutete ein Einkauf bei Ikea meist längere Fahrten an den Stadtrand. Jetzt will das Möbelhaus seine Läden in England verkleinern - und auch seinen Kunden näherkommen.

Die großen Ikea-Möbelhäuser könnten bald der Vergangenheit angehören.

Die großen Ikea-Möbelhäuser könnten bald der Vergangenheit angehören.

In der Regel erkennt man die Möbelhäuser von Ikea schon von Weitem. Am Stadtrand in Autobahnnähe gelegen, ragen die großen blau-gelben Kästen in den Himmel. Mit seinem Verkaufskonzept hat es der schwedische Möbelgigant geschafft, die Branche kräftig umzukrempeln. Die Tricks des Konzerns basieren vor allem darauf den Kunden ganze Einrichtungskonzepte zu präsentieren und sie die Möbel gleich mit nach Hause nehmen zu lassen. Die Geschäftsidee stellt die Schweden jedoch zunehmend vor Probleme. Zum einen wird es zunehmend schwerer bezahlbare Areale zu finden, die ausreichend Platz für die Mega-Möbelhäuser bieten. Zum anderen wollen die Kunden für den Möbelkauf keine langen Autofahrten mehr auf sich nehmen.

Zwischen Möbelhaus und Online-Versand

Nachdem in Hamburg bereits IKEAs erste Filiale in einer Innenstadt eröffnet wurde, will der Unternehmen nun weitere Versuche starten, um die Wege der Kunden zu verringern und gleichzeitig die Ladenfläche zu reduzieren. Wie die "Daily Mail" berichtet, sollen in Großbritannien versuchsweise kleinere Läden in Städten eröffnet werden. In diesen Kompakt-Ikeas sollen Kunden einen Teil der Produkte des Unternehmens anschauen können. Die Bestellung erfolgt dann online und die Ware wird zum Laden geliefert. "Wir wissen, dass unsere Kunden auf verschiedenen Wegen einkaufen wollen", erklärte ein Unternehmensvertreter der "Daily Mail". "Das Problem war, dass unsere Möbelhäuser oft zu weit weg waren. Diese Lücke schließen wir jetzt."

Das neue Konzept soll so die Lücke zwischen dem Einkaufserlebnis vor Ort und dem Online-Handel schließen. IKEA will den Kunden auf diesem Weg mehr Service und Flexibilität bieten. Ähnliche Konzepte plant Ikea bereits in Spanien, Norwegen und Finnland. Ob es die kompakten Ikea-Häuser auch in Deutschland geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Laut "Daily Mail" hat das Unternehmen aber angekündigt in Zukunft weiter mit neuen Verkaufskonzepten experimentieren zu wollen.

db
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