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Insignia-Produktion: Opel fährt Sonderschichten in Rüsselsheim

Es klingt fast wie ein Witz: Allen Schlagzeilen über Absatzeinbrüche, Kurzarbeit und einer drohenden Pleite der Konzernmutter General Motors zum Trotz fährt der Autobauer Opel in seinem Rüsselsheimer Stammwerk Extra-Schichten. Grund dafür ist die starke Nachfrage nach dem aktuellen Modell Insignia.

Inmitten der Autokrise fährt der Autobauer Opel GM wegen der guten Nachfrage nach seiner neuen Limousine Insignia einzelne Sonderschichten im Rüsselsheimer Stammwerk. "Es gibt eine zusätzliche Schicht am kommenden Samstag", bestätigte ein Opel-Sprecher am Dienstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Seit dem Beginn der Insignia-Produktion Ende Oktober seien vier zusätzliche Schichten gefahren worden, in denen insgesamt rund 1000 Fahrzeuge produziert wurden. "Der Insignia hatte einen guten Start", erläuterte der Sprecher. "Wir sind dabei, die Produktion hochzufahren auf maximale Kapazität von 800 Stück am Tag. Im Moment sind es gut 600, die pro Tag gebaut werden."

Weltweit kämpfen die Autobauer aber nach wie vor mit einer schwachen Nachfrage im Zuge der Finanzkrise. Auch Opel hat in seinen Werken in Bochum und Eisenach, wo die Modelle Astra, Zafira und Corsa hergestellt werden, die Produktion gedrosselt.

Und die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Gegenüber dem Vorjahr haben die Autobauer in Europa im November kräftige Rückgänge bei den Pkw-Neuzulassungen erlitten. Die Opel-Mutter General Motors (GM) musste einen Rückgang um 37,5 Prozent auf 76.383 Einheiten hinnehmen. Der Marktanteil reduzierte sich von 9,7 auf 8,2 Prozent.

Besonders schlimm erwischte es auch BMW mit einem Minus von 30,9 Prozent auf 50.801 Stück, wie der europäische Branchenverband ACEA am Dienstag in Brüssel mitteilte. Der Marktanteil der Münchener sank von 5,9 auf 5,4 Prozent. Daimler verzeichnete ein Zulassungsminus von 24,5 Prozent auf 53.826 Stück, der Marktanteil stieg dennoch leicht von 5,7 auf 5,8 Prozent. Ford hielt sich mit minus 19,6 Prozent auf 96.053 Stück noch vergleichsweise gut, der Marktanteil stieg von 9,5 auf 10,3 Prozent. Bei Volkswagen gingen die Zulassungen um 17,4 Prozent auf 213.196 Einheiten zurück, der Marktanteil erhöhte sich von 20,5 auf 22,9 Prozent.

Reuters/AP / AP / Reuters