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Insolvenz der Drogeriemarktkette: Schlecker schließt acht Warenlager

Die Filialschließungen sind auf dem Weg - nun folgen die Schlecker-Lagerstandorte. Acht Distributionsstandorte werden geschlossen.

Die insolvente Drogeriemarkt-Kette Schlecker gibt in Folge der Schließung von rund 2010 Filialen bis August auch fast zwei Drittel ihrer Warenlager auf. Die acht Distributionsstandorte in Schwarmstedt, Luckau, Grevenbroich, Herda, Kürnach, Alzey, Empfingen und Nittendorf werden geschlossen, wie Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag mitteilte. Betroffen seien rund 840 Beschäftigte, die aber bereits am Mittwoch informiert worden seien.

Durch das deutlich reduzierte Filialnetz sei es "unumgänglich", auch die Logistikstrukturen anzupassen, erklärte der Insolvenzverwalter. Bestehen bleiben demnach die fünf Warenlager am Sitz des Unternehmens in Ehingen, in Pohlheim, Falkenhagen, Melle und Schleiz. Mit dieser "deutlich fokussierten Struktur" wolle Schlecker seine Warenströme "deutlich optimieren". Rund 560 Beschäftige werden den Angaben zufolge noch in den Warenlagern beschäftigt sein.

Schlecker hatte am 23. Januar Insolvenzantrag gestellt. 2010 von rund 5400 Filialen sollen geschlossen werden, fast 12.000 Beschäftigte verlieren wahrscheinlich ihren Arbeitsplatz.

kave/AFP / AFP
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