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Internationaler Währungsfonds: Schlechte Aussichten für die Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft gesenkt. Zwar sei der gefallene Ölpreis von Vorteil, allerdings werde weniger Investiert.

Der IWF - hier das Logo an dessen Hauptsitzes in Washington - hat seine Prognosen für die Weltwirtschaft veröffentlicht

Der IWF - hier das Logo an dessen Hauptsitzes in Washington - hat seine Prognosen für die Weltwirtschaft veröffentlicht

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr nach Vorhersagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) langsamer als erwartet wachsen. Der IWF schraubte seine bisherige Prognose für das globale Wachstum um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent nach unten.

Vorteile durch fallende Ölpreise würden durch ungünstige andere Faktoren wie schwächere Investitionen wegen geringerer Wachstumserwartungen zunichte gemacht, hieß es in dem Bericht, den der IWF am Dienstag in Peking vorlegte.

Für Deutschland sagt der IWF nur 1,3 Wachstum in diesem Jahr und 1,5 Prozent im nächsten Jahr vorher. Das sind 0,2 beziehungsweise 0,3 Punkte weniger als bisher. Die Prognose für die Euro-Zone wurden um 0,2 Punkte nach unten auf 1,2 Prozent korrigiert. 2016 sollen es 1,4 Prozent werden - 0,3 Prozent weniger. Noch im Herbst hatte der IWF vor einer neuen globalen Konjunkturkrise gewarnt.

China wächst so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr

Allerdings wurde die Wachstumsvorhersage für die USA wegen der starken heimischen Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Erde für 2015 um 0,5 Punkte auf 3,6 Prozent nach oben korrigiert.

In der zweitgrößten Volkswirtschaft in China, die 2014 mit 7,4 Prozent so langsam wuchs wie seit 24 Jahren nicht mehr, soll das Wachstum in diesem Jahr weiter auf 6,8 Prozent fallen. Das sind 0,3 Punkte weniger als bei der letzten Prognose im Oktober.

Russlands Wirtschaft dürfte wegen der geringeren Einnahmen aus Ölexporten und der politischen Spannungen in diesem Jahr um 3 Prozent schrumpfen, sagte der IWF voraus.

jen/DPA / DPA
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