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Gedichte, Ständchen und Wutgeschrei: So verrückt kann man den Job kündigen

Googles Finanzchef Patrick Pichette hat gekündigt, um Zeit mit seiner Frau verbringen zu können. Diese Menschen haben auch hingeschmissen - teilweise mit kuriose Aktionen.

Mieser Job, anstrengender Aufsichtsrat, hartnäckiger Investor: Joe DeFrancesco hängte seinen Job im Hotel an den Nagel. Hartmut Mehdorn schmiss als Chef der Dauerbaustelle des Berliner Flughafens hin. Und Eva-Lotta Sjöstedt hatte bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt schnell genug.

Mieser Job, anstrengender Aufsichtsrat, hartnäckiger Investor: Joe DeFrancesco hängte seinen Job im Hotel an den Nagel. Hartmut Mehdorn schmiss als Chef der Dauerbaustelle des Berliner Flughafens hin. Und Eva-Lotta Sjöstedt hatte bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt schnell genug.

Patrick Pichette hat einen der begehrtesten Jobs der Welt. Der 52-Jährige ist Finanzchef des Onlinegiganten Google. Er mag seinen Job, seinen Arbeitsplatz empfindet er als Privileg. Und trotzdem: Pichette hat hingeworfen und gekündigt. Als seine Frau ihn bat, ein neues Leben mit ihr zu beginnen, entschied sich Pichette für seine Ehe.

Die Reaktionen auf Pichettes Ausstieg sind geteilt: Die einen sind gerührt und bewundern den mutigen Schritt. Die anderen halten ihn für irre, immerhin gibt er einen Traumjob auf.

Allerdings: Pichette ist nicht der erste Mitarbeiter, der überraschend aussteigt. Ein Streifzug durch die Kündigungsmeldungen der vergangenen Jahre zeigt: Menschen - ob Top-Manager oder Hilfskräfte - entscheiden sich immer wieder für den Abgang. Aber teilweise sind diese Kündigungen kurios.

1. Die Unzufriedenen

Nervige Arbeit, anstrengende Mitarbeiter und ein Chef, mit dem man sich wirklich so gar nicht versteht. Hartmut Mehdorn, Ex-Bahn-Chef und bald auch Ex-Chef der Dauerbaustelle des Berliner Flughafens, hat die Nase voll. Denn Mehdorn schmeißt zum 30. Juni 2015 hin. Angeblich soll er erhebliche Differenzen mit dem Aufsichtsrat gehabt haben.

Der Ex-Bahnchef und bald Ex-BER-Chef Hartmut Mehdorn.

Der Ex-Bahnchef und bald Ex-BER-Chef Hartmut Mehdorn.

Auch Horst Norberg, Chef von Media-Saturn, hatte genug. Die Grabenkämpfe zwischen ihm und dem Firmen-Gründer waren zu viel: Nach 27 Jahren verließ er im vergangenen Mai das Unternehmen.

Und weg war sie: Nach nur fünf Monaten warf Eva-Lotta Sjöstedt das Handtuch bei Karstadt.

Und weg war sie: Nach nur fünf Monaten warf Eva-Lotta Sjöstedt das Handtuch bei Karstadt.

So lange wie Horst Norberg hat es die Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt nicht auf ihrem Posten ausgehalten. Nach nur fünf Monaten unterschrieb sie die Kündigung. Eigentlich hätte sie die Retterin der angeschlagenen Warenhauskette werden sollen. Doch sie konnte sich offensichtlich nicht mit dem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen einigen - und war weg.

2. Die kreativen Kündiger

Ein offizielles Kündigungsschreiben - und fertig? Wie unkreativ! Nein, das geht auch anders. Liz Wahl, eine US-Moderatorin des Senders Russia Today, macht es vor. Während einer Live-Sendung zum Konflik mit Russland brannte offenbar etwas bei der Dame durch - und sie hielt ein flammendes Plädoyer für ihr Heimatland. "Ich kann nicht für einen von der Regierung finanzierten russischen TV-Sender arbeiten, der die Taten Putins beschönigt", sagte sie.

Man muss ja nicht immer den Arbeitgeber hassen, um kreativ zu kündigen. Die Microsoft-Programmiererin Karen X. Cheng hatte drei Jahre bei dem Konzern gearbeitet und trennte sich im Guten von ihrem Arbeitgeber. Sie schrieb den Text von Don McLeans "American Pie" zum Kündigungslied um.

Aber was macht man, wenn man so einen richtigen Groll gegen den Arbeitgeber hegt und nicht nur einfach kündigen will, sondern mit einer Bombe aus dem Unternehmen raus möchte? Joe DeFrancesco hatte eine kuriose Idee: Der Hotenangestellte brachte sieben Musiker mit, warf seinem Chef das Kündigungsschreiben an den Kopf - und die Band spielte einen zünftigen Balkan-Song dazu.

Mehr Zeit für die Tochter: Mohamed El-Erian kündigte bei Pimco.

Mehr Zeit für die Tochter: Mohamed El-Erian kündigte bei Pimco.

3. Der Familienmensch

Er war ein Manager, der Milliarden verwaltete. Als Chef von Pimco, dem größten Kreditvermittler für Staaten und Konzerne, arbeitete Mohamed El-Erian bis zum Umfallen. Sein Wecker klingelte nachts um kurz vor drei Uhr, Feierabend machte er gegen 19 Uhr.

Im Januar 2014 schmiss er überraschend seinen Job hin - und löste wilde Spekulationen in der Finanzwelt aus. Doch nicht seine berufliche Situation hat ihn zu den Kündigung getrieben, sondern seine Tochter. Die hatte dem Workaholic-Papa eine Liste geschrieben. Dort fanden sich nur Ereignisse, die er verpasst hatte, weil er arbeiten war: Der erste Schultag, ihr erstes Fußballspiel, der Elternabend oder auch eine Halloween-Party. El-Erian war entsetzt. "Ich fühlte mich schrecklich: Ich hatte eine gute Ausrede für jede verpasste Veranstaltung: Reisen, wichtige Meetings, ein dringender Anruf", schrieb er in einem Gastbeitrag für das Magazin "Worth". Inzwischen arbeitet er halbtags bei dem deutschen Versicherungskonzern Allianz. Es sei ihm wichtiger gewesen ein guter Vater zu sein als ein guter Investor.

kg
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(