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Perfekt fürs Frühschoppen: Kellogg's verkauft Bier aus recycelten Cerealien

Cerealien-Hersteller Kellogg's hat sich mit einer britischen Brauerei zusammengetan, um drei ganz spezielle Biersorten herauszubringen. Damit soll auch die Lebensmittelverschwendung reduziert werden.

Kellogg's-Bier

Kellogg's verkauft drei Biersorten aus recycelten Cerealien

Hersteller

Fürs Frühstück sind diese alkoholischen Kellogg's-Neuheiten wohl nicht das Richtige. Es sei denn, man ist überzeugter Anhänger des Frühschoppens. Dann sind die Kellogg's-Biere vielleicht der ideale Start in den Tag. Das "Cast Off Pale Ale" besteht aus Rice Krispies des Cerealien-Herstellers, das "Sling it out Stout" aus Coco Pops. Beide haben einen Alkoholgehalt von 5,5 Prozent.

Gebraut werden die Biere von der Brauerei "Seven Bro7hers" in Salford bei Manchester. Zum Einsatz kommen dabei Cerealien aus dem nahen Kellogg's-Werk in Manchester, die durch die interne Qualitätskontrolle gefallen sind - weil sie zu groß oder zu klein sind, zu lange gekocht oder aus sonstigen Gründen aussortiert wurden. Kellogg's möchte auf diesem Weg verhindern, dass die B-Ware als Tierfutter endet oder im Müll landet. "Wir sind sehr stolz, mit Kellogg's zusammenzuarbeiten und Teil des Kampfes gegen Lebensmittelverschwendung zu sein", erklärt die Brauerei.

Bereits die zweite Runde Kellogg's-Bier

Eine erste Kooperation dieser Art hatte es bereits im vergangenen November gegeben. Damals brachte die Brauerei ein Bier namens "Throw Away IPA" heraus, das aus aussortierten Corn Flakes bestand. Die Kellogg's-Cerealien ersetzen jeweils das in der klassischen Bierproduktion verwendete Gerstenmalz und sorgen für einen süßen Geschmack.

Die Kellogg's-Biere werden als Limited Edition zunächst im Raum Manchester und dann auch im Rest Großbritanniens verkauft. Es soll sie sowohl im Einzelhandel als Dosenbier als auch vom Fass in Pubs und Bars geben.

Kellogg's ist wie andere Lebensmittelhersteller und -händler bemüht, mehr dagegen zu tun, dass Nahrungsmittel im Müll landen. Kritisch sehen Verbraucherschützer dagegen den hohen Zuckergehalt in vielen Kellogg's-Produkten, die von ihrer Aufmachung her insbesondere Kinder ansprechen.

Quellen: Independent / The Sun / The Telegraph 

Mogelpackung des Monats: Sieht nur aus wie 100 Gramm: Dünne Schoko-Tafeln von Lindt ärgern Verbraucherschützer
Lindt

Die neuen Lindt-Tafeln mit 45, 55 und 65 Prozent Kakaoanteil sind zwar so groß wie eine 100-Gramm-Tafel Vollmilch. Sie sind aber rund einen Millimeter dünner. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert dies als versteckte Preiserhöhung um 19 Prozent. Lindt erklärte den Verbraucherschützern hingegen, man orientiere sich preislich an den dunklen "Excellence"-Varianten. Zudem kämen durch die "leicht reduzierte Tafeldicke" der "Schmelz und die Aromenentwicklung besonders gut zur Geltung". Immerhin stehen die 80 Gramm Füllmenge auf der Vorderseite der Packung. Genau diese Information wird aber laut Verbraucherzentrale in vielen Ladenregalen von einem goldenen Lindt-Werbestreifen verdeckt. (Oktober 2019)

bak