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Kompromiss beim Fahrdienst-Vermittler: Uber bald auch für Taxi-Fahrer

Der Fahrdienst-Vermittler Uber streitet sich seit Monaten mit der Taxibranche. Jetzt zeigt sich das Start-Up versöhnlich: Auf einer Plattform sollen Taxi-Fahrer ihre Dienste anbieten können.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber geht auf das deutsche Taxi-Gewerbe zu. Die US-Firma führt auch in Deutschland seine Plattform UberTaxi ein, über die Taxi-Firmen ihre Dienste anbieten können. Damit tritt Uber in Konkurrenz zu Taxiruf-Zentralen und Apps wie MyTaxi. Die Plattform soll zunächst in Berlin und Hamburg starten und dann auch in weiteren Städten verfügbar sein.

Bisher lag Uber im Clinch mit dem Taxi-Gewerbe wegen seiner anderen Dienste. Den angestammten Taxi-Betrieben ist vor allem das App-Angebot UberPop ein Dorn im Auge, bei dem Fahrten mit privaten Fahrern angeboten werden. Nach Meinung von Uber ist UberPop jedoch keine Variante des klassischen Taxi-Gewerbes ist, sondern eine neue Form von Dienstleistung, bei der Autobesitzer quasi nebenbei Transportwünsche erfüllen und dafür etwas Geld verlangen. Taxi-Unternehmer und Behörden gingen dennoch in mehreren Städten gegen Uber vor.

Anbieter will auch UberBlack anpassen

Außerdem will Uber sein Limousinen-Angebot UberBlack anpassen, nachdem es vor einigen Tagen vom Berliner Verwaltungsgericht verboten worden war. Die Richter hatten bemängelt, der Chauffeur-Dienst verstoße gegen die Rückkehrpflicht von Funkmietwagen an den Betriebssitz. Zugleich werde Uber aber auch eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts einlegen. Es hatte auch den Betrieb von UberPop untersagt.

Das Taxi-Gewerbe befürchtet durch die Fahrdienst-App Wettbewerbsverzerrungen und ein Aushöhlen der Sicherheitsbestimmungen. Die privaten Fahrer von Uber unterziehen sich nicht den speziellen Kontrollen und hohen Auflagen für gewerbliche Taxidienste. Damit könnten sie ihre Dienste theoretisch deutlich günstiger anbieten. In Deutschland ist das Start-up bisher in Berlin, München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf vertreten.

kis/DPA/AFP / DPA
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