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Kosmetikkonzern: Beiersdorf muss hohen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen

Der Beiersdorf-Konzern (Nivea, Labello) hat im Krisenjahr 2009 mit einem kräftigen Personalabbau auf den Umsatz- und Gewinneinbruch reagiert.

Der Beiersdorf-Konzern (Nivea, Labello) hat im Krisenjahr 2009 mit einem kräftigen Personalabbau auf den Umsatz- und Gewinneinbruch reagiert. Der Personalbestand fiel um 6,5 Prozent auf weltweit noch 20.346 zum Jahresende 2009. Das geht aus dem am Donnerstagmorgen veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Für 2010 geht der Vorstand davon aus, dass der Konzern besser als die Konkurrenz abschneiden wird und wieder auf Wachstum schaltet.

Der Konzern strebe im laufenden Jahr eine operative Umsatzrendite von über zehn (Vorjahr: 10,2) Prozent an. Für die wichtigste Sparte Kosmetik mit der Marke Nivea an der Spitze stellte der Vorstand eine Ebit-Marge von über elf (11,1) Prozent in Aussicht. Das Klebstoffgeschäftsfeld Tesa soll eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von über sieben (3,9) Prozent erreichen.

Der Beiersdorf-Umsatz war 2009 um 3,7 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro gefallen. Das Nettoergebnis fiel um fast 200 Millionen Euro auf 379 Millionen Euro. Nach Konzernangaben verzeichnete vor allem der Unternehmensbereich Tesa wegen der Krise im Industriesektor deutliche Einbußen. Dennoch habe man sich in einem stark rückläufigen Markt gut behaupten können, hieß es. Der Umsatz von Tesa lag im vergangenen Jahr etwa 90 Millionen Euro unter dem Wert von 2008.

Im wichtigsten Unternehmensbereich, den Pflegeprodukten, setzt Beiersdorf immer mehr auf neue Märkte. So zeigten China und Lateinamerika zweistelliges Umsatzwachstum. Westeuropa war dagegen rückläufig.

APN/Reuters / Reuters