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Krise: Ifo-Chef rechnet im Februar mit 4,5 Millionen Arbeitslosen

Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, befürchtet in diesem Winter einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Im Februar erwartet er mehr als 4,5 Millionen Arbeitslose.

Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, befürchtet in diesem Winter einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Im Februar erwarte er mehr als 4,5 Millionen Arbeitslosen, sagte Sinn dem Fernsehsender «n-tv». Im Jahresdurchschnitt 2003 rechne das ifo Institut mit einer Zahl von 4,2 Millionen. Im kommenden Jahr sieht Sinn nur ein mäßiges Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent: «Wir erwarten nicht, dass es 2003 einen wirklichen Aufschwung schon gibt.»

Angesichts der mäßigen konjunkturellen Ausgangslage werde es im neuen Jahr zu keiner wesentlichen Belebung am Arbeitsmarkt kommen, sagte Sinn weiter. Erst in der zweiten Jahreshälfte «könnte sich die Konjunktur stabilisieren».

Die unverändert hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland sei aber nicht nur konjunkturell bedingt. «Wir haben ein strukturelles Problem», sagte der ifo-Präsident. «Wir haben so wenig Wachstum, weil der Arbeitsmarkt nicht funktioniert.» In Deutschland gebe es vier Millionen Arbeitsplätze, die wegen zu hoher Lohnnebenkosten nicht wettbewerbsfähig seien.

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