Landesbank NRW WestLB fährt fast 300 Millionen Euro Verlust ein


Die kriselnde nordrhein-westfälische Landesbank WestLB hat im vergangenen Jahr voraussichtlich wieder einen Millionenverlust eingefahren. Der Vorstand des Konzerns gehe von einem Minus von rund 295 Millionen Euro aus, teilte die WestLB am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Die krisengeschüttelte WestLB ist im Geschäftsjahr 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht. Die drittgrößte deutsche Landesbank wies am Donnerstag für das vergangene Jahr einen Verlust von 294,9 Millionen Euro aus. Ausschlaggebend dafür seien Wertberichtigungen bei Beteiligungen, aber auch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie ein insgesamt schwächeres viertes Quartal gewesen, teilte die Bank am Donnerstag mit.

"Das Jahresergebnis 2009 ist maßgeblich von Sonderbelastungen geprägt", sagte der Chef der drittgrößten deutschen Landesbank Dietrich Voigtländer. Operativ zeigten sich dagegen spürbare Fortschritte. Die Ausrichtung auf das Kundengeschäft zahle sich aus. Darüber hinaus habe die Bank erfreuliche Erfolge bei der Reduktion der Kostenbasis erzielt.

Die drittgrößte deutsche Landesbank ist durch Fehlspekulationen und die Finanzkrise in die Klemme geraten. Rettung soll die Aufspaltung des Geldinstituts in Deutschlands erste Bad Bank und eine zukunftsfähige Kernbank bringen. Bis Ende April sollen dazu unter dem Dach der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung nichtstrategische Geschäftsfelder im Wert von 85 Milliarden Euro ausgelagert werden.

Allerdings stoßen die Pläne des angeschlagenen Geldinstituts bei der EU-Kommission auf erhebliche Bedenken. Die Brüsseler Wettbewerbsbehörde leitete im Dezember ein förmliches Prüfverfahren ein. Das Jahr 2008 hatte die Bank dank des Rettungsschirms ihrer Eigentümer noch mit einem Mini-Gewinn von 18 Millionen Euro abgeschlossen.

APN/AFP

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