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Und das im Jahr 2017: Lidl kassiert Shitstorm - wegen peinlicher Mädchen-Schlafanzüge

Die Discounterkette Lidl hat sich wieder einen Fauxpas geleistet - diesmal sorgen Kinder-Schlafanzüge für hitzige Diskussionen. Demnach sind Jungs Helden, Mädchen brauchen einen Beschützer. Ist das noch zeitgemäß?

Diese Kinderschlafanzüge von Lidl sorgen für Diskussionen

Diese Kinderschlafanzüge von Lidl sorgen für Diskussionen

hat neue Decken, Bettzeug und Kinder-Schlafanzüge im Sortiment, die "kuschlige, warme Stunden" versprechen. Das ist normalerweise keine Nachricht, der man Beachtung schenken würde. Doch mit den Motiven hat Lidl kein gutes Händchen bewiesen: Während auf der hellblauen Jungs-Variante der Schlafanzüge der Schriftzug "Be your own superhero" ("Sei dein eigener Superheld") prangt, heißt es auf dem zartrosa Mädchen-Modell: "Daddy is my Superhero" ("Papi ist mein Superheld"). Jungs sind Helden, Mädchen hingegen benötigen einen Beschützer - dieses Rollenbild transportiert Lidl mit den Schlafanzügen. Beide Slogans scheinen eher in das Familienbild der 50er als ins Jahr 2017 zu passen.

Dementsprechend ließ die Aufregung im Internet nicht lange auf sich warten. "Lidl bekommt gerade den Shitstorm seines Lebens. Zu recht", schreibt eine Nutzerin auf Twitter. "Können Mädchen nicht ihre eigenen Superheldinnen sein?", fragt eine Nutzerin empört auf Facebook. Unter dem Beitrag entbrannte eine Diskussion, viele halten die Diskussion für überzogen. "Heul nicht rum. interessiert sowas nicht", hält einer dagegen. "Zieh ihr den anderen an und fertig", meint eine andere. Und schiebt nach: "Ihr nervt übelst!" Einige halten die Gender-Diskussion bei Kinderprodukten für völlig überzogen.

Lidl immer wieder im Shitstorm

Es ist nicht das erste Mal, dass Lidl den Zorn der Kunden auf sich zieht. 2014 löste ein Bierfass mit sexistischem Motiv und der Aufschrift "Fass mich an" eine Beschwerdewelle aus. Vor wenigen Monaten verkaufte die  pünktlich zum Fastenmonat Ramadan orientalische Produkte, bei denen Schweinefett verwendet wurde - auch dafür kassierte Lidl einige Einwände.

Bei den Griechenland-Wochen im September wurden auf den Bildern von orthodoxen Kirchen die Kreuze entfernt. "Wir vermeiden den Gebrauch religiöser Symbole, weil wir keine religiösen Überzeugungen ausschließen wollen. Wir sind ein Unternehmen, das die Vielfalt respektiert und das erklärt das Design dieser Verpackung", teilte das Unternehmen damals mit.


cf

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