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Greenwashing-Vorwurf: Lidl umweltfreundlich? Plastikflaschen-Kampagne sorgt für Ärger

Mit dem Slogan "Jede Flasche zählt" bewirbt Lidl das Recycling seiner Einwegflaschen. Die Deutsche Umwelthilfe findet das verlogen und scheinheilig. Sie nimmt die Kampagne des Discounters mit deutlichen Worten auseinander.

Lidl: Screenshot aus dem Kampagnenvideo des Discounters auf Youtube

Lidl: Screenshot aus dem Kampagnenvideo des Discounters auf Youtube

Falls Sie es nicht mitbekommen haben: Bei Lidl gibt es seit kurzem keine fiesen Plastikflaschen mehr, sondern nur noch total umweltfreundliche "Kreislaufflaschen". Mit diesem netten Begriff sowie dem Slogan "Jede Flasche zählt" preist der Discounter das hauseigene Recyclingsystem für PET-Flaschen an. "So reduzieren wir mit Ihrer Hilfe den Rohstoffeinsatz um durchschnittlich 55% und sparen über 50.000 Tonnen CO2 jährlich", jubelt Lidl. Hört sich erstmal toll an.

Zumindest die Deutsche Umwelthilfe (DUH) konnte Lidl damit nicht überzeugen. Sie sieht in der Kampagne Augenwischerei und Verbrauchertäuschung. Lidl stelle seine Einweg-Plastikflaschen zu Unrecht als Beitrag für den Umweltschutz dar, schreibt die Organisation. "Einwegflaschen aus Plastik sind wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen ökologisch deutlich unterlegen, weil sie ressourcenintensiver in der Herstellung sind, das Klima besonders stark belasten und unnötige Abfälle produzieren", heißt es in dem Statement.

Lidl verantwortlich für Plastikflaschen-Flut

"Dabei ist Lidl mit seiner Weigerung, Getränke in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen zu verkaufen, einer der Hauptverursacher für die klima- und umweltschädliche Plastikflaschen-Flut in Deutschland", legt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch nach. Die Umwelthilfe ruft den Discounter daher "zum sofortigen Stopp ihres Greenwashings umweltbelastender Einweg-Plastikflaschen auf".

Festzuhalten bleibt: Selbst wenn Lidl für neue Flaschen wie versprochen 55 Prozent Recyclingmaterial verwendet, so braucht man immer noch 45 Prozent neues Plastik. Das ist zwar besser, als wenn gar nicht recycelt würde, aber dennoch eine schwache Grundlage, um in einer Werbekampagne derart dick aufzutragen.

Kieler Lebensmittelladen "Unverpackt": Die Alternative zum Plastikwahnsinn
Marie Delaperrière bietet seit Februar eine Alternative zum müllproduzierenden Plastikwahnsinn im Supermarkt. In ihrem Laden gibt es ausschließlich verpackungsfreie Lebensmittel zum Selbstabfüllen.

Marie Delaperrière bietet seit Februar eine Alternative zum müllproduzierenden Plastikwahnsinn im Supermarkt. In ihrem Laden gibt es ausschließlich verpackungsfreie Lebensmittel zum Selbstabfüllen.





Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.