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Luxusuhren: Swatch sagt Rolex den Kampf an

Unter den schweizerischen Herstellern von Luxusuhren bahnt sich ein scharfer Konkurrenzkampf an. Der für seine Plastikuhren bekannte Hersteller Swatch will seine Wettbewerber jetzt das Fürchten lehren.

In drei bis vier Jahren will der weltgrößte Uhrenhersteller Swatch mit seiner Marke Omega den Wettbewerber Rolex überholen. Das kündigte Swatch-Chef Nick Hayek in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" in Turin an. Mit einem Stammmarken-Umsatz von 1,9 bis zwei Milliarden Franken liegt Rolex zwar noch deutlich vor der wichtigsten Marke des Swatch- Konzerns, der Jahreserlöse von 1,3 bis 1,4 Milliarden Franken zugeschrieben werden. Rolex scheine jedoch "beim Wachstum ein bisschen in Schwierigkeiten zu stecken", begründete Hayek seinen Optimismus. Auf der anderen Seite wachse Omega sehr stark. Branchenexperten sprechen von einem jährlichen Plus zwischen zehn und 20 Prozent. Omega ist offizieller Zeitnehmer der Olympischen Winterspiele in Turin.

Geschäft im Billigsektor wird schwieriger

Hayek zeigte sich mit dem Ergebnis der Swatch-Gruppe im vergangenen Jahr zufrieden. Rund 20.000 Mitarbeiter erzielten einen Umsatz von 4,5 Milliarden Franken (rund drei Milliarden Euro). Das sind gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Gewinn von einer halben Milliarde Franken soll gestiegen sein.

Das Geschäft im Billigsektor werde allerdings schwieriger angesichts der zunehmend zahlreicheren Uhren-Modemarken, die in China produziert werden. "Dieser Markt hat der Swatch in einigen Ländern etwas weggenommen." Jedoch sei die Swatch mit weit mehr als zehn Millionen Stück mit Abstand weiterhin Marktführer im Massenmarkt. Hayek räumte zugleich ein, dass sich die Marke verschlanken müsse: "Wir sind zu fett geworden über die Jahre." Statt 400 bis 500 neuen Modellen pro Jahr soll es künftig maximal 350 geben.

mit DPA
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