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Verletzungsrisiko: Stiftung Warentest warnt: Diese Rasenroboter mähen auch krabbelnde Kinder

Die meisten Mähroboter schneiden den Rasen gut - machen aber auch vor Kinderfüßen oder Fingern nicht Halt. Stiftung Warentest warnt vor erheblichen Verletzungsrisiken. Bei zwei Kandidaten war die Unfallgefahr besonders hoch.

Wer den heimischen Rasen nicht mehr selbst mähen will, kann auf die Dienste eines Mähroboters zurückgreifen. Die elektronischen Gartengehilfen schneiden die Wiese selbständig und meist auch gut. Allerdings: Eltern kleiner Kinder sollten den Mähroboter niemals alleine mit dem Nachwuchs im Garten lassen, warnt die Stiftung Warentest. Für den aktuellen Test von acht Geräten prüften die Tester nicht nur, wie akkurat die Kandidaten das Grün kürzten, sondern auch, ob die messerscharfen Klingen vor Kinderfüßen und Fingern Halt machen.

Stehende Kinder erkannten alle Geräte als Hindernis und fuhren drumherum. Gefährlich wird es dagegen für Kinder, die im Gras krabbeln oder liegen. So fuhren die Geräte von Honda und Robomow auf die Fußattrappe auf, die ein krabbelndes Kind simulierte, und hinterließen im Kinderschuh deutliche Schnitte. "Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt", schreibt Warentest. Vergleichbare Unfälle habe es bereits gegeben. Die ausgestreckten Hände eines liegenden Kindes waren sogar für alle acht Mähroboter nicht zu erkennen: Alle fuhren mit ihren Messern auf den metallenen Prüffinger auf.

Mähroboter nur unter Aufsicht betreiben

In ihrer Anleitung weisen auch alle Hersteller darauf hin, dass die Geräte nur unter Aufsicht betrieben werden sollen. Da die Geräte aber selbstständig starten können und selbst entscheiden, wann sie eine Pause brauchen, dürfte das in der Praxis nicht immer gewährleistet sein. In puncto Sicherheit wurde daher kein Mähroboter besser als "Ausreichend" bewertet. Robomow und Honda erhielten ein "Mangelhaft".

Den eigentlichen Job erledigten die meisten Rasenroboter wie gewünscht: Sechs von acht mähten "gut". Nur das Bosch-Gerät schnitt unsauber und schwächelte bei zehn Zentimeter hohem Rasen. Beim Robomow erwies sich die Ladestation als Schwachstelle: Die mitgelieferte funktionierte nur kurz und auch der nachgekaufte Ersatz erlebte das Ende des Dauertests nicht.

Die detaillierten Ergebnisse für alle untersuchten Mähroboter gibt es kostenpflichtig auf www.test.de 

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bak
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