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Marissa Mayer Yahoo-Chefin kassiert 220.000 Dollar pro Tag


Marissa Mayer, eine der bekanntesten Managerinnen im Informationssektor, räumt beim Gehalt richtig ab. Trotzdem ist die Yahoo-Chefin im eigenen Haus noch nicht einmal die Topverdienerin.

Dieses Gehalt ist selbst für Topmanager astronomisch hoch: Yahoo-Chefin Marissa Mayer darf sich über 36,6 Millionen Dollar (28,1 Millionen Euro) Vergütung für das letzte Jahr freuen. Dabei hatte sie ihren Job erst im Juli angetreten und bis zuletzt eher durchwachsene Geschäftsergebnisse erzielt.

Das Millionengehalt hatte Yahoo am späten Dienstag in einer Börsenmitteilung mitgeteilt. Dass Mayer mit viel Geld von ihrem früheren Arbeitgeber Google an die Yahoo-Spitze gelockt wurde, war allerdings bekannt. Etwa 120 Millionen Dollar kann sie binnen fünf Jahren bekommen, wie Yahoo zu ihrem Amtsantritt aufschlüsselte.

Der überwiegende Teil der Vergütung wird dabei in Aktien gezahlt, die meist erst in einigen Jahren zu Geld gemacht werden dürfen. Damit sollen Manager direkt am Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens beteiligt werden. Für 2012 strich Mayer Aktien im Wert von 35 Millionen Dollar ein. Das Grundgehalt betrug rund 455.000 Dollar, der Bonus lag bei 1,1 Millionen Dollar. Der Rest der Gesamtsumme setzt sich aus kleineren Sonderzahlungen zusammen. Da Mayer erst am 17. Juli ihren Job antrat und damit nur 168 Tage für den strauchelnden Internet-Giganten tätig war, hat sie pro Tag etwa 220.000 Dollar verdient.

Teures Bäumchen-wechsel-dich an der Konzernspitze

Dabei war Mayer nicht einmal der Spitzenverdiener bei Yahoo. Dies war der fürs Tagesgeschäft zuständige Henrique de Castro, den Mayer als ihre rechte Hand von Google abgeworben hatte. Er war im Oktober eingestiegen und sein Gehaltspaket für das vergangene Jahr beträgt 39,2 Millionen Dollar.

Mayer hatte nach ihrem Antritt als Konzernchefin einen großen Teil der Führungsmannschaft ausgetauscht und auch strategisch neue Weichen gestellt. Sie will Yahoo wieder zu einer Größe im Internet machen und baut dazu auf neue Dienste und Inhalte. Die jüngsten Geschäftszahlen fielen allerdings mau aus, weil die wichtigen Werbeerlöse bröckelten.

Zuletzt gab der Verwaltungsratsvorsitzende Fred Amoroso seinen Posten auf. Die vielen Abgänge und Neuanwerbungen gehen dabei richtig ins Geld: Der wegen eines fälschlicherweise im Lebenslauf aufgeführten akademischen Titels geschasste Ex-Chef Scott Thompson kassierte für 2012 insgesamt 24,3 Millionen Dollar. Thompson arbeitete 130 Tage für Yahoo. Der als Zwischenlösung auf den Chefposten berufene Ross Levinsohn kam auf 13,4 Millionen Dollar.

Yahoo hatte Mayer, die im Mai 38 Jahre alt wird, vom Konkurrenten Google abgeworben. Ihren neuen Job trat sie im vergangenen Juli an und sorgte für viel Aufsehen, als sie wenige Monate später Mutter wurde.

ono/DPA/AFP DPA

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