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Marktforschungsunternehmen GfK: Kauflaune der Deutschen ungebrochen

Im September hat das Konsumklima in Deutschland auf hohem Niveau verharrt. Der Aufwärtstrend hält an. Das Geld sitzt locker - auch wenn die Bürger erwarten, dass das persönliche Budget schmaler wird.

Die Konsumlaune der Deutschen steigt und steigt. Nachdem die Konsumneigung der Verbraucher im August den höchsten Stand seit Dezember 2006 verzeichnet hatte, legte sie im September noch einmal leicht zu, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Konsumklimastudie des Marktforschungsunternehmens GfK hervorgeht. Gleichzeitig ging allerdings die Einkommenserwartung der Deutschen zum zweiten Mal in Folge leicht zurück.

Insgesamt verbesserte sich der Konsumklimaindex für den Oktober auf 7,1 Punkte, nach 7,0 Zählern im September. Die GfK bestätigte deshalb ihre Prognose, dass der private Konsum in Deutschland 2013 real um etwa ein Prozent zunehmen werde. "Steigende Beschäftigung sowie stabile Arbeitslosenzahlen in Verbindung mit realen Einkommenszuwächsen der Beschäftigten sind die wichtigsten Gründe für die positive Binnenkonjunktur", hieß es zur Erläuterung.

Sorge um sinkende Kaufkraft

Nach einem kleinen Dämpfer im Vormonat schätzten die rund 2000 Befragten der repräsentativen monatlichen Studie die Aussichten im September wieder positiver ein. "Geradezu euphorisch" seien die Verbraucher derzeit zum Geldausgeben bereit, wie die GfK erklärte. "Sie halten den Moment für günstig, gerade größere Anschaffungen zu tätigen. Hinzu kommen die historisch niedrigen Zinsen."

Die Verbraucher zeigen sich aber skeptischer, was ihre eigene künftige Finanzlage angeht. Grund seien wohl die zuletzt deutlich teureren Nahrungsmittel. "Offenbar befürchten die Konsumenten mehr und mehr, dass diese Preisentwicklung ihre Kaufkraft beeinträchtigt", mahnte GfK-Fachmann Rolf Bürkl.

Der private Konsum dürfte zur entscheidenden Konjunkturstütze werden, sagte Bürkl. Denn das gesamte Wirtschaftswachstum liege nur bei weniger als einem halben Prozent.

jat/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters