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Giftiger Schaumstoff: Dunlopillo ruft Matratzen zurück

Kunden, die kürzlich eine Matratze bei Dunlopillo gekauft haben, sind von einem Rückruf betroffen. Die Matratzen können einen gesundheitsschädlichen Stoff enthalten. Auch andere Hersteller wie Emma, Ikea und Tempur reagieren.

"Es ist für alle Beteiligten - inklusive natürlich Endverbraucher - ein Riesenproblem."

"Es ist für alle Beteiligten - inklusive natürlich Endverbraucher - ein Riesenproblem", sagt der Geschäftsführer des Fachverbandes Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V.

Das Unternehmen Dunlopillo ruft zurück. Kunden, die zwischen dem 26. September und 6. Oktober eine Matratze Dunlopillo gekauft haben, sind davon betroffen. Grund für den Rückruf ist ein gesundheitsschädlicher Stoff, der eventuell in die Matratzen gelangt ist. BASF hatte gemeldet, dass einen Kunststoff, der auch bei der Herstellung von Matratzen verarbeitet wird, mit Dichlorbenzol kontaminiert sei. Der Stoff steht im Verdacht, gesundheitsschädlich und umweltbelastend zu sein. Ob der Stoff tatsächlich in den Matratzen nachweisbar ist, ist nicht geklärt. "Auch wenn die abschließenden Ergebnisse noch nicht vorliegen, besteht der Verdacht für eine gesundheitliche Gefährdung – das reicht uns, dass wir alle betroffenen Matratzen, die beim Endkunden oder am POS [Handel] liegen, zurückholen und durch neue ersetzen", erklärt Manuel Müller, Geschäftsführer Dunlopillo, berichtet "t-online.de".

Die BASF hat für verunsicherte Kunden eine Hotline unter 0621-6021919 eingerichtet. Sie ist zwischen 8 bis 18 Uhr erreichbar.

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Dunlopillo ruft Matratzen zurück

Unter der Servicerufnummer 069 999 997 830 werden Fragen von Verbrauchern beantwortet. Kunden, die in dem genannten Zeitraum eine Matratze gekauft haben, und Händler können die Matratze an den Hersteller zurücksenden. Die Kosten übernimmt Dunlopillo.

Kein offizieller Rückruf bei Emma, aber...

Der Hersteller Emma ruft offiziell keine Matratzen zurück. "Bei Emma liegen aktuell keine Anhaltspunkte für eine akute Gesundheitsgefährdung vor. Weitere Tests laufen zurzeit. Grundsätzlich können Kunden im Rahmen der 100 Tage Probeschlafen ihre Matratze oder Kissen kostenlos zurücksenden und erhalten ihr Geld zurück. Das ist jedoch kein offizieller Rückruf", so Emma zum stern. Kunden, die eine Emma-Matratze zwischen dem 26. September und 5. Oktober gekauft haben und verunsichert sind, können sich per Telefon oder Mail an die Firma wenden (Service-Hotline 069 153 22 90 90 oder support@emma-matratze.de).

Kostenlose Rückgabe bei Ikea

Auch andere Hersteller können betroffen sein. So lässt Ikea wissen, dass derzeit untersucht werde, ob Produkte des schwedischen Möbelriesen eventuell betroffen sind. Kunden, die eine der Matratzen Morgedal, Matrand, Myrbacka, Hövag, Hafslo oder Hyllestad gekauft haben, können diese bei Vorlage der Quittung, der Rechnung oder des Kassenbons kostenlos zurückgeben. Tempur lässt Kunden wissen, dass keine Produkte betroffen seien.

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Der Geschäftsführer des Fachverbandes Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V., Klaus Junginger, sagte der Deutschen Presse-Agentur, man könne derzeit nicht klären, wie viel von dem verarbeiteten Produkt bereits beim Endverbraucher angekommen sei. Er beklagte ein Informationsdefizit. "Es gibt Probleme, es gibt auch erhöhte Konzentrationen, wir wissen nicht in welchem Umfang, wir wissen nicht, ob schädlich", sagte er. "Es ist für alle Beteiligten - inklusive natürlich Endverbraucher - ein Riesenproblem." Dichlorbenzol kann Haut, Atemwege und Augen reizen und steht im Verdacht, Krebs zu verursachen.

kg mit Agentur
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