Messe Hannover wird zum Schaufenster der Industrie


Mit der "Hannover Messe" öffnet heute die weltweit bedeutendste Industrieschau ihre Pforten. Diesjährige Schwerpunkte sind die Fertigungs- und Prozessindustrie.

Der Volksmund hatte für die erste "Export-Messe Hannover" im Jahr 1947 schnell einen eigenen Namen: "Fischbrötchen-Messe". An den 21 Ausstellungstagen im Spätsommer wurden die 736.000 Besucher aus 53 Nationen von den Ausstellern mit belegten Brötchen bei Laune gehalten. Die Schau startete damals in alten Produktionshallen. Heute legen Messemacher und Anbieter mehr Wert auf die fachliche Qualität der Besucher auf dem inzwischen größten Messegelände der Welt.

Von der "Fischbrötchen-Messe" zum Schaufenster der Industrie

Die Hannover Messe gilt nach wie vor - auch im Schatten der inzwischen fast doppelt so großen Computermesse CeBIT - als weltweit bedeutendstes Schaufenster des Maschinenbaus und anderer Industriezweige. In den vergangenen Jahren aber wurden immer wieder Einzelveranstaltungen aus der Messe herausgelöst - so war auch die CeBIT ehemals ein winziger Teil der Industrieschau.

Schwerpunkt: Fertigungs- und Prozessindustrie

Zur ersten Messe - angeordnet vom Oberbefehlshaber der britischen Besatzungstruppen - kamen 1.300 Aussteller nur aus Deutschland. Sie sollten zeigen, was es nach dem Weltkrieg noch "Made in Germany" gab: den kleinsten Dieselmotor der Welt, Zahnprothesen, klappbare Kinderwagen oder den VW-Käfer. Heute prägen automatisierte Produktionsanlagen und andere High-Tech-Innovationen das Messebild. In diesem Jahr hat die Hannover Messe ihr Konzept erneut verändert. Schwerpunkte sind die Fertigungs- und Prozessindustrie. Das Motto lautet: "Wissen, was morgen machbar ist." Die beiden Plattformen bilden 2004 noch gemeinsam das Grundgerüst der Hannover Messe, ab 2005 sollen sie dann im jährlichen Wechsel die Schwerpunkte sein.


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