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Michail Kalaschnikow: Russlands erfolgreichste Marke

Weltweit sind nach Schätzungen bis zu 80 Millionen der Sturmgewehre AK-47 "Kalaschnikow" im Einsatz - bei Armeen genauso wie in Rebellen und Gangsterbanden. Ihr Konstrukteur erhielt angeblich keine Kopeke.

Russlands berühmtestes Markenprodukt trägt den Namen seines Erfinders: Kalaschnikow. Weltweit sind nach Schätzungen bis zu 80 Millionen der Sturmgewehre AK-47 "Kalaschnikow" im Einsatz - bei Armeen genauso wie in Rebellenbewegungen und Gangsterbanden. Ihr Konstrukteur Michail Kalaschnikow begeht am 10. November in seiner Heimatstadt Ischewsk am Ural den 85. Geburtstag.

55 Armeen sind damit ausgerüstet

Seit einer Verwundung im Zweiten Weltkrieg grübelte der Panzerkommandeur Kalaschnikow über ein robustes und einfach zu handhabendes Gewehr für die Rote Armee nach. 1947 gelang dem Laien der große Wurf, zwei Jahre später begann die Serienproduktion. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Gewehre in zahlreichen Modellen und in vielen Ländern gebaut. 55 Armeen sind damit ausgerüstet.

Kalaschnikow selber erhielt für seine geniale Erfindung mehrere sowjetische Orden, aber angeblich keine Kopeke. Das neue Russland beförderte ihn zwar offiziell zum Generalmajor, zahlt ihm aber nur eine Rente von umgerechnet 80 Euro monatlich.

Kein Markenschutz

Das Markenrecht an den Kalaschnikow-Gewehren ist nicht geschützt. Der russischen Rüstungsindustrie entgehen nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Euro jährlich an Lizenzgebühren. Zuletzt statteten die USA neue Armeen in Afghanistan und Irak mit Kalaschnikow-Gewehren aus - mit Nachbauten aus Rumänien und Bulgarien.