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Mini-Schminkdrucker für Zuhause vorgestellt Günstiges Make-up aus dem 3D-Drucker


Harvard-Absolventin Grace Choi will den Markt für Schminkprodukte umkrempeln: Auf einer Entwicklerkonferenz stellte sie einen Make-up-Drucker für den Hausgebrauch vor. Jede Farbe soll möglich sein.

Schminkprodukte gibt es meist in kleinen Dosen zu ziemlich hohen Preisen. Wäre doch toll, wenn man das Make-up einfach am Computer ausdrucken könnte. Genau das soll bald möglich sein. Grace Choi, Absolventin der Harvard Business School, stellte auf der Erfinderkonferenz TechCrunch Disrupt in New York einen Prototyp ihres 3D-Druckers "Mink" vor. Das handliche Gerät soll es möglich machen, Make-up in jeder erdenklichen Farbe zu Hause selbst herzustellen. Wie das funktionieren soll, demonstriert das Video ihrer Präsentation auf der Konferenz.

Der Drucker wird mit denselben günstigen Rohmaterialien gefüttert, aus denen die Schönheitsindustrie klassischerweise teure Markenprodukte herstellt. Mit dem richtigen Basisstoff sollen sowohl Puder als auch Lippenstifte oder Lidschatten möglich sein. "Mink" mixt jeweils exakt die Farbe, die man zuvor am Computer ausgewählt hat. Choi zufolge kann man jeden Farbcode aus einem Standardprogramm wie Photoshop oder Paint einfach herauskopieren und auszudrucken. Das würde es beispielsweise möglich machen, das Foto einer Freundin zu nehmen und exakt deren Lippenstift oder Lidschatten nachzudrucken.

Da insbesondere das Experimentieren mit Farben und Stilen so leicht gemacht wird, hat Choi als Zielgruppe 13- bis 21-jährige Mädchen im Blick. Bevor die Mädels günstiges Make-Up drucken können, müssten sie allerdings erst einmal in die Anschaffung des Geräts investieren. "Mink" soll 300 US-Dollar (etwa 215 Euro) kosten und noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Derzeit sucht die Jungunternehmerin nach Partnern im Printgeschäft für die Produktion des Geräts.

Daniel Bakir

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