Der indische Elektro-Roller-Hersteller Ola Electric eröffnet eine neue Fabrik: Betrieben wird sie nur von Frauen. 10.000 Mitarbeiterinnen stellt das Startup dafür ein.
Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu zieht das Unternehmen Ola Electric eine neue Fabrik hoch, in der Elektro-Roller hergestellt werden sollen. Das Besondere an der "Futurefactory" wird jedoch die Belegschaft sein: Dort werden nach Angaben des Unternehmens nur Frauen eingestellt. Insgesamt werden es mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen sein. Das verkündete einer der Gründer des Startups, Bhavish Aggarwal, in einem Blogeintrag.
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="540"><p lang="en" dir="ltr">Aatmanirbhar Bharat requires Aatmanirbhar women!<br><br>Proud to share that the Ola Futurefactory will be run ENTIRELY by women, 10,000+ at full scale! It’ll be the largest all-women factory in the world!!🙂<br><br>Met our first batch, inspiring to see their passion!<a href="https://t.co/ukO7aYI5Hh">https://t.co/ukO7aYI5Hh</a> <a href="https://t.co/7WSNmflKsd">pic.twitter.com/7WSNmflKsd</a></p>— Bhavish Aggarwal (@bhash) <a href="https://twitter.com/bhash/status/1437305316308176898?ref_src=twsrc%5Etfw">September 13, 2021</a></blockquote>
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Damit soll die Fabrik die weltweit größte Produktionsstätte sein, in der nur Frauen arbeiten – und die einzige dieser Art in der Automobilindustrie. Ola Electric habe signifikant investiert, um die Frauen auszubilden, schrieb Aggarwal: "Sie werden für die gesamte Produktion jedes einzelnen Fahrzeugs verantwortlich sein."
Damit will das Unternehmen ein großen Schritt zu einer inklusiveren Belegschaft und zu mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten für Frauen tun. Frauen solche Chancen zu bieten, verbessere nicht nur ihre eigene Lebensqualität, betonte Aggarwal in dem Blogpost: Eine Studie zeige, dass die Gleichberechtigung von Frauen am Arbeitsplatz das Bruttoinlandsprodukt in Indien um 27 Prozent steigern könne.
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Der Electro-Motorroller Niu N1s
Niu N1s - die kleine Rakete Das chinesische Unternehmen Niu ging 2015 aus einem Crowdfunding-Projekt hervor. Binnen zwei Wochen wurden zehn Millionen Niu-Roller vorbestellt. Die Regierung in Peking förderte Motorroller mit E-Antrieb, um dem Smog der Millionenstädte Herr zu werden. Das junge Gründerteam hatte von Anfang an den internationalen Markt im Blick. Nötig hätten sie das nicht gehabt. China bietet mit jährlich weit über 20 Millionen verkauften E-Zweirädern reichlich Wachstumspotenzial. Einer der Niu-Gründer ist Designer, was man den Niu-Rollern sofort ansieht. Klare Formensprache statt Retrolinien. Die Verarbeitung ist Top, die Antriebstechnik kommt von Bosch. Stromsparende LED-Beleuchtung und Alarmanlage gehören zur Grundausstattung. Der hier abgebildete N1s ist die 45 km/h-Variante. Der acht Kilo schwere Akku von Panasonic liegt im Fußraum. Er lässt sich herausnehmen und an der Haushaltssteckdose aufladen. Reichweite bei Vollgas knapp 50 Kilometer. Unter der Sitzbank ist Platz für einen kleinen Helm oder ein paar Einkäufe. Optisch nahezu identisch ist der N1 GT, die 80 Km/h-Version mit einer Reichweite von rund 100 Kilometern. Allerdings entfällt hier durch den zweiten Akku unter der Bank jeglicher Stauraum. Für 2800 Euro ist der N1s ein sehr faires Angebot. Der schnellere NIU N-GT ist mit 4500 Euro hingegen kein Schnapper, zumal dafür der Führerschein A1 für 125ccm-Motorräder benötigt wird.
Der Bau der Fabrik soll Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Dann sollen dort jährlich zehn Millionen Elektro-Roller produziert werden. In dieser Woche nahmen die ersten Frauen in der Fabrik ihre Arbeit auf. Bisher war das Unternehmen lediglich auf dem indischen Markt aktiv. Das erklärte Ziel von CEO Aggarwal ist es, dass bis 2025 alle in Indien verkauften Zweiräder elektrisch betrieben sein sollen.
In diesem Sommer hat Ola Electric, das in einigen Medien schon mit Tesla verglichen wird, erstmals einen Roller vorgestellt, der auch exportiert werden soll. Wegen technischer Probleme wurde der für vergangene Woche geplante Verkaufsstart allerdings verschoben.